14:30 23 Oktober 2020
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    Mehr als zwei Wochen nach der Ölkatastrophe nahe der nordsibirischen Stadt Norilsk laufen die Aufräumarbeiten weiter. Die Bergungskräfte haben aus dem Fluss Ambarnaja und weiteren Wasserläufen nach eigenen Angaben bereits mehr als 30.000 Kubikmeter ausgelaufenes Dieselöl gemischt mit Wasser beseitigt und in spezielle Behälter gefüllt.

    Die Aufräumarbeiten liefen rund um die Uhr, teilte die regionale Katastrophenschutzverwaltung am Dienstag mit.

    „Bergungskräfte des Katastrophenschutzministeriums und ihre Kollegen aus weiteren Organisationen haben bisher insgesamt über 30.675 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch eingesammelt.“

    Mehr als 84.000 Tonnen verseuchter Boden seien auf eine spezielle Deponie auf dem Gelände des betroffenen Heizwerkes gebracht worden. Vonseiten des Katastrophenschutzministeriums seien 705 Bergungskräfte und 303 Fahrzeuge im Einsatz.

    Reinigungsarbeiten am Ort des Ölaustritts nahe der sibirischen Stadt Norilsk
    © Sputnik / Pressedienst von Nornikel / Handout

    Die Ölschicht werde mithilfe von absorbierenden Schwimmsperren von der Oberfläche beseitigt bzw. mit speziellen Pumpsystemen abgepumpt und in spezielle Behälter gefüllt.

    In besonders problematischen Abschnitten seien höhere Schwimmsperren errichtet worden, um ein Überschwappen des eingegrenzten Ölteppichs infolge der Unwetter zu verhindern, hieß es. Die Gesamtlänge der aufgestellten Schwimmsperren betrage 6000 Meter.

    Nach einem Leck in einem Heizkraftwerk nahe Norilsk waren am 29. Mai rund 21.000 Tonnen Diesel ausgetreten und hatten vor allem den Fluss Ambarnaja verseucht. Der Bergbaukonzern Nornickel (Norilsk Nickel), dem das betroffene Wärmekraftwerk gehört, erklärte, der Dieseltank sei durch ein abruptes Absacken des Fundaments beschädigt worden. Ursache sei das Auftauen der Permafrostböden.

    Die Behörden der Region Krasnojarsk riefen den Notstand aus. Das Katastrophenschutzministerium teilte mit, die Ausbreitung des ausgelaufenen Diesels sei gestoppt worden. Zum Vorfall wird ermittelt.

    leo/ae

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    Ministerium für Katastrophenschutz, Aufräumen, Norilsk, Umwelt, Katastrophe, Öl