14:09 07 Juli 2020
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    Der Schütze, der am Montag Verkehrspolizisten im Südwesten Moskaus angegriffen hat, hatte nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees kein Motiv für die Tat.

    Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe am 15. Juni ein junger Mann auf der Fahrbahn in der Nähe von Wohngebäuden auf dem Leninski-Prospekt „ohne Grund“ das Feuer in Richtung der diensthabenden Verkehrspolizisten eröffnet, teilte die Sprecherin des Ermittlungskomitees, Julija Iwanowa, am Dienstag mit.

    Zuvor hatten russische Medien berichtet, der Angreifer könnte möglicherweise extremistische Ansichten vertreten haben.

    Schießerei im Südwesten Moskaus

    Am Montag war es zu einer Schießerei im Südwesten Moskaus gekommen: Nach Angaben des Innenministeriums hielten Verkehrspolizisten einen Taxifahrer wegen Verkehrsrechtsverstößen an und befanden sich im Auto, als ein Passant auf sie zu schießen begann. Daraufhin eröffnete die Polizei das Feuer mit einer Dienstwaffe.

    Der mutmaßliche Täter, Ratmir Galaew, wurde dabei verletzt und festgenommen. Er stammt aus der Teilrepublik Inguschetien im Nordkaukasus.

    Die Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete zunächst unter Verweis auf eine Quelle, dass der Mann gestorben sei. Später dementierte jedoch das Ermittlungskomitee Russlands diese Information. Die betroffenen Polizeibeamten seien schwer verletzt und in eine Intensivstation gebracht worden, hieß es. 

    Infolge des Vorfalls wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Wohnung des Verdächtigen wurde durchsucht, unter anderem wurde ein Tagebuch des jungen Mannes gefunden. Den Bekannten des Schützen zufolge verhielt er sich in letzter Zeit sehr verschlossen und kommunizierte nur sehr selten mit ihnen.

    Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Schütze zu dem Verbrechen von jemandem gedrängt worden sein könnte, und befassen sich nun mit seinem Bekanntenkreis.

    asch/ae

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    Polizei, Polizisten, Schießerei, Moskau, Russland, Russland