21:52 27 November 2020
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    Ein 29-Jähriger hat mit einem Schlauchboot in Form eines Flamingos den Rhein in Bonn überquert – und das entspannt liegend. Nach eigenen Worten hat er sich während der Überfahrt ausgeruht. Ein Passant hielt ihn jedoch für bewusstlos und alarmierte die Polizei – 45 Retter samt Hubschrauber eilten dem Flamingo daraufhin zu Hilfe.

    Die Feuerwehr-Leitstelle sei am Montagabend von einem Passanten informiert worden, dass eine Person schlaff auf einem Flamingo liege und auf Ansprache nicht reagiere, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmorgen. Da solch eine Situation eine „Riesen-Gefahr“ darstellen könne, alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot – mit rund 45 Rettern, einem Hubschrauber und mehreren Booten.

    „Nach intensiver Suche“ sei dann der junge Mann gefunden worden, der den Fluss erfolgreich von der rechten zur linken Seite des Rheins überquert habe und wohlauf sei, so die Feuerwehr. Der Mann habe rund 1,3 Kilometer auf dem Rhein zurückgelegt, sagte ein Polizeisprecher: „Man kann dies nur als brandgefährlich einschätzen.“

    Zum zweiten Mal an einem Tag

    Doch offenbar alles halb so schlimm. Dem WDR berichtete der junge Mann anonym, dass er sich bei der Überfahrt entspannt, sein Fahrrad dabei gehabt und die Tour bereits zum zweiten Mal an diesem Tage gemacht habe.

    Ermittelt wird gegen den jungen Mann aber nicht, vermutlich habe er nichts Verbotenes getan, so die Polizei. „Außer es melden sich noch Schiffe, die er behindert hat.“

    Schwimmen im Rhein gilt wegen der starken Strömung des Flusses und der Sogwirkung, die Frachtschiffe auslösen können, als lebensgefährlich. Mit einem „nicht-manövrierfähigen“ Schlauchboot sei eine Fahrt auf dem Rhein ebenfalls sehr gefährlich, betonte der Feuerwehr-Sprecher.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Polizeigroßeinsatz, Rhein, Bonn