00:10 11 Juli 2020
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    In Kalifornien sind zwei Afroamerikaner an Bäumen erhängt gefunden worden. Die Polizei wollte die Todesfälle zuerst als Suizid verbuchen, untersucht jedoch die Umstände nun genauer.

    Die Ermittlungen haben die US-Bundespolizei FBI, die Justizbehörde und der Sheriff des Bezirks Los Angeles aufgenommen. In beiden Fällen war die örtliche Polizei nach ersten Untersuchungen von wahrscheinlichen Suiziden ausgegangen, berichteten die Sender CNN und ABC am Dienstag.

    Die Familie eines 24-jährigen Mannes, dessen Leiche am 10. Juni  an einem öffentlichen Platz in der Ortschaft Palmdale gefunden worden war, hat Zweifel an einem Selbstmord geäußert. Angehörige und Demonstranten fordern eine gründliche Untersuchung des Falls.

    Zehn Tage zuvor war ein 38-jähriger Schwarzer in einer Obdachlosensiedlung in Victorville, rund 80 Kilometer von Palmdale entfernt, an einem Baum hängend entdeckt worden. Die Polizei im Bezirk San Bernardino teilte mit, es seien keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden worden. Die Ermittlungen würden aber noch andauern.

    Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei ist es in den vergangenen Wochen in den USA zu Massenprotesten gekommen. Sie richten sich gegen Polizeigewalt, rassistisch motivierte Übergriffe und die anhaltende Diskriminierung von Afroamerikanern. Floyds Tod hat in den USA eine Diskussion über eine Polizeireform angeregt.

    sm/gs

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    Tags:
    Ermittlungen, FBI, Afroamerikaner