09:52 22 Oktober 2020
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    Ein Onkel des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist von einem Pariser Gericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Darüber hinaus soll das millionenschwere Immobilienvermögen des Verurteilten, Rifaat al-Assad, beschlagnahmt werden.

    Das Gericht erklärte al-Assad für schuldig, zwischen 1996 und 2016 bandenmäßig öffentliche Gelder aus Syrien gewaschen zu haben. Al-Assad habe damit in betrügerischer Weise ein Immobilienimperium aufgebaut. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem Gerichtssaal.

    Das Vermögen wurde dem Bericht zufolge auf rund 90 Millionen Euro geschätzt. Der 82 Jahre alte Onkel von Baschar al-Assad sei nicht vor Gericht erschienen. Die Finanzstaatsanwaltschaft hatte im Dezember 2019 vier Jahre Haft und eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro gefordert. Rifaat al-Assad hatte nach früheren Angaben die Anschuldigungen zurückgewiesen.

    Auch in Spanien wurde die Justiz im Fall Rifaat al-Assad aktiv. Ende vergangenen Jahres schlug ein Richter am Nationalen Staatsgerichtshof vor, gegen den 82-Jährigen und 13 weitere Personen wegen mutmaßlicher Geldwäsche ein Strafverfahren einzuleiten.

    Rifaat al-Assad musste Syrien 1984, nach einem Putschversuch gegen seinen Bruder Hafis verlassen – den langjährigen Machthaber Syriens und Vater des heutigen Präsidenten. Rifaat gehörte lange selbst zur Führung des Landes, wo er als Kommandeur von Elitetruppen für mehrere Gräueltaten verantwortlich gemacht wird. Er wies später jede Verantwortung dafür zurück. 

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Bashar al-Assad, Frankreich, Geldwäsche