02:03 11 Juli 2020
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    Die Anzahl der Datenlecks von Cloud-Diensten in der Welt hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das Dreifache auf 248 Fälle erhöht. Laut einem Bericht von InfoWatch sind davon mehr als die Hälfte in den USA und Russland in etwa gleichen Anteilen aufgetreten.

    Experten zufolge waren aufgrund von Datenlecks in der Welt insgesamt 8,35 Milliarden Personen- und Zahlungsdatensätze frei verfügbar.

    „Mehr als 53 Prozent aller Lecks von Cloud-Diensten werden in US-amerikanischen und russischen Unternehmen registriert“, hieß es im Bericht von InfoWatch.

    Auf die USA entfallen 27,5 Prozent aller Lecks, auf Russland 26,7 Prozent. Dabei sei in Russland die Zahl der Lecks im vergangenen Jahr von drei auf 66 registrierte Fälle gestiegen, wodurch mehr als 122 Millionen Aufzeichnungen über persönliche Daten und Zahlungsinformationen öffentlich zugänglich waren.

    Einer der am stärksten gefährdeten Bereiche in Bezug auf die Zuverlässigkeit des Cloud-Speichers war laut der Studie der Hightech-Sektor, auf den 40 Prozent aller festgestellten Fälle von Lecks entfielen. Der Grund sei, dass nicht alle Vertreter dieses Segments bereit sind, in die Schaffung ihrer eigenen Infrastruktur und die Gewährleistung ihrer Sicherheit zu investieren. 

    Sicherheitsgefahren wurden auch im russischen Gesundheitssektor gefunden: So machen Lecks in diesem Segment 11,4 Prozent von allen verzeichneten Lecks aus, gegenüber 9,3 Prozent in der Welt. 

    Gleichzeitig erwies sich die Situation im Banken- und Finanzsektor in Russland als viel besser als die globale - nur 1,4 Prozent der Cloud-Lecks betrafen diesen Sektor in Russland, während es in der Welt 7,7 Prozent sind. Der russische Finanzsektor sei aus technologischen Gründen und aufgrund der Anforderungen der Regulierungsbehörde noch nicht bereit für die Migration zu Cloud-Diensten, erklären Experten.

    Die Autoren der Studie stellten fest, dass die überwiegende Mehrheit der Lecks hätte vermieden werden können, wenn Unternehmen dem Schutz von Cloud-Diensten mehr Aufmerksamkeit geschenkt, regelmäßig gespeicherte Netzwerkspeicher überprüft und sich um die Fortbildung von Administratoren gekümmert hätten, die die Cloud-Server bedienen.

    om/ae

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    Tags:
    Daten, USA, Russland, Leck, Sicherheit, Cloud-Services