07:03 21 Oktober 2020
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    Facebook und Twitter haben keine ausländische Einmischung in die US-Demonstrationen festgestellt. Dies teilten Vertreter der betroffenen Digitalplattformen nach Anhörungen beim Geheimdienstausschuss im Repräsentantenhaus mit.

    Zuvor hatte US-Justizminister William Barr von einer „ausländischen Einmischung“ in die Proteste in den Vereinigten Staaten gesprochen, ohne irgendein Land dafür zu beschuldigen.

    Der Leiter der Cybersicherheitspolitik bei Facebook, Nathaniel Gleicher, sagte, es gäbe Fälle mit Betrügern und Spammern, die versucht hätten, anhand öffentlicher Diskussionen über Proteste Geld zu kassieren sowie den Teilnehmern nichtvorhandene T-Shirts zu verkaufen. Die Menschen hätten versucht, betrügerische Finanzkonzepte zu verwirklichen. 

    „Wir haben keine ausländischen Persönlichkeiten gesehen, die inauthentisches Verhalten rund um Proteste ausgeübt hätten“, so Gleicher.

    Er fügte hinzu: „Wir suchen speziell zwecks Prävention nach solchen Verhaltensweisen und teilen Informationen mit dem Ausschuss.“

    Nick Pickles, Strategie-Chef von Twitter, behauptete seinerseits, seine Plattform habe keine „koordinierten ausländischen Bemühungen“, die die Proteste oder Briefwahlen betroffen hätten, gefunden. 

    USA werfen Russland Einmischung in Proteste vor 

    Der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte landesweite und teils gewaltsame Proteste ausgelöst. Sie richten sich gegen Polizeigewalt, rassistisch motivierte Übergriffe und die anhaltende Diskriminierung von Afroamerikanern. Floyds Tod hat in den USA eine Diskussion über eine Polizeireform angeregt.

    Früher hatte die ehemalige Beraterin des US-Präsidenten für nationale Sicherheit, Susan Rice, in einem Interview mit dem Sender CNN gesagt, Russland könnte hinter der Gewalt bei den Protesten in den USA stehen. Beweise oder konkrete Tatsachen legte sie nicht vor.

    ao/sb/sna

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    Tags:
    Proteste, Einmischung, Twitter, Facebook, USA