16:32 21 Oktober 2020
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    Nachdem alle Flüge wegen der Corona-Pandemie gestrichen waren, segelte dieser Argentinier alleine in einem Boot von Portugal aus über den Atlantik, um seine Eltern noch einmal sehen zu können. Dies berichten lokale Medien.

    In einem kleinen Segelboot erreichte Medienberichten zufolge der 47 Jahre alte Juan Manuel Ballestero nach einer drei Monate langen Atlantiküberquerung den Badeort Mar del Plata.

    „Als das Coronavirus sich ausbreitete, starben in Europa 1000 Menschen am Tag und ich hatte Angst, meine Familie nie wiederzusehen“, sagte der Mann gegenüber der Zeitung „La Nación“.

    Kurs auf Argentinien genommen

    Seine Eltern im Alter von 90 und 82 Jahren gehören zur Risikogruppe. Da es keine Flüge nach Argentinien mehr gab, entschied sich der 47-Jährige, mit seinem 8,80 Meter langen Segelboot „Skua“ die Überfahrt zu wagen. Er kaufte demnach für 200 Euro Proviant und nahm Kurs auf Argentinien.

    Ballestero ist ein erfahrener Skipper und hatte im Jahre 2011 schon einmal den Atlantik überquert, dennoch brachte die Fahrt ihn und vor allem sein Boot an die Grenzen. Mehrfach geriet er in heftige Stürme und die Außenhaut des Boots bekam Risse.

    „Das Wasser stand mir bis zum Bauchnabel“, erzählte der Mann.

    Zunächst zwei Wochen in Quarantäne

    Er hatte kurze Zwischenstopps in Brasilien und Uruguay, bevor er endlich im Hafen seiner Heimatstadt Mar del Plata vor Anker ging. Bevor er seine Eltern Carlos und Nilda wieder umarmen kann, soll der Mann die zweiwöchige Quarantäne auf seinem Boot verbringen.

    Ein Wunsch konnte nach einer Fahrt über 8000 Kilometer und 85 Tage auf hoher See allerdings nicht länger warten. „Schickt mir ein Schnitzel rüber“, rief er seinen Freunden und Bekannten zu, die ihn an der Hafenmole erwarteten.

    ak/mt/dpa

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    Tags:
    Atlantik, Coronavirus, Eltern, Mann, Boot, Argentinien, Portugal