01:56 15 Juli 2020
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    In der polnischen Stadt Nowy Sącz ist in der Ruine eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses aus dem 14. Jahrhundert eine Truhe mit einem Schatz entdeckt worden, der aus Silbergegenständen besteht. Darüber schreibt die Lokalzeitung „miastons.pl“.

    Der Schatz wurde von Mitgliedern der Vereinigung für Geschichtsforschung bei Ausgrabungen im Königsschloss entdeckt. Die Truhe enthielt Becher, Vasen und Tischgedeck aus Silber – insgesamt 103 Gegenstände, die um die Wende des 20. Jahrhunderts in Polen und Österreich hergestellt wurden.

    ​Es wird vermutet, dass die Silbergegenstände einheimischen Juden gehört hatten, die 1942 von den deutschen Besatzern in ein Ghetto getrieben wurden, das später vernichtet wurde, schreibt das Portal „The First News“.

    Nowy Sącz wurde 1292 von Wenzel II. (tschechisch Václav, polnisch Wacław) gegründet, der ab 1297 König von Böhmen und ab 1300 König von Polen war. Die Stadt lag unweit einer wichtigen Handelsstraße nach Ungarn und war somit ein strategisch wichtiger Punkt. 

    Im Zweiten Weltkrieg diente die Königsburg als Kaserne für deutsche Soldaten und als Munitionsdepot. Im Jahr 1945 wurde das Schloss von polnischen Partisanen gesprengt.

    ls/sb

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