02:09 27 November 2020
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    Das US-amerikanische Unternehmen Dreyer’s will den Namen seines Eises „Eskimo Pie“ ändern. Der Eiserzeuger meint, der Begriff könnte für einige indigene Völker im Norden Kanadas, Alaskas, Grönlands und Sibiriens „abwertend“ sein, berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“.

    „Wir setzen auf die Idee, uns an der Lösung des Problems der Rassengerechtigkeit zu beteiligen, und wir sehen ein, dass dies ein abwertender Begriff ist“, zitiert die Zeitung die Leiterin der Marketing-Abteilung der Firma, Elizabell Markuez, am Samstag.

    Das betroffene Eis wurde im Jahr 1920 von Christian Nelson und dem Chocolatier Russel Stover erfunden. Sie patentierten das neuartige Eis 1922 unter dem Namen „Eskimo“. Auf dem Logo war ein Mensch in Felljacke zu sehen. 

    Mohrenkopf-Debatte

    Zuvor war durch den Tweet eines Migros-Kunden die Mohrenkopf-Debatte ausgelöst worden. Der hatte einen Händler aufgefordert, das „rassistisch konnotierte Produkt“ aus dem Sortiment zu nehmen. Dieser Tweet erhielt große Zustimmung. Daraufhin kündigte Migros an, das Schokogebäck aus dem Sortiment streichen zu wollen.

    Der Produzent Robert Dubler gab Berichten zufolge an, dass mit einer Namensänderung dem Grundproblem Rassismus nicht entgegengewirkt werde. Für ihn sei klar, dass er mit dem Namen „Mohrenkopf“ niemanden beleidigen will – im Gegenteil, er stehe für etwas Positives.

    ao/sb/sna

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    Tags:
    Gerechtigkeit, Rassismus, USA, Eis