14:49 07 Juli 2020
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    Die Grünen im Bundestag fordern mehr Schutz für Binnengewässer in Deutschland. Die naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, Steffi Lemke, sagte gegenüber der dpa, es stehe das dritte Dürrejahr in Folge an. Das habe massive Folgen für Landwirtschaft und Natur, auch die Neubildung von Grundwasser sei betroffen.

    „Wir müssen dieses Allgemeingut sichern und bewahren, dafür hat das Halten des Wassers in der Landschaft Priorität“, so die Sprecherin. Auf ihre Anfrage teilte die Bundesregierung mit, dass 2019 fünf der 14 größten deutschen Flüsse an mehr als 100 Tagen Niedrigwasser führten. Spitzenreiter war mit 177 Tagen die Oder, gefolgt von der Saale mit 162, der Spree mit 161 und der Elbe mit 158 Tagen. An der Aller wurde an 137 Tagen Niedrigwasser verzeichnet.

    Beseitigung der Havariefolgen in Norilsk
    © Sputnik / Pressedienst des Gouverneurs der Region Krasnojarsk
    „2019 führten viele Flüsse Deutschlands aufgrund der langanhaltenden Dürre monatelang extremes Niedrigwasser, das zeigt meine Anfrage“, sagte Lemke. Ihr zufolge wird die Klimakrise diese Extreme weiter verstärken. Es brauche mehr Raum für Flüsse und Bäche und einen besseren Schutz von Auen und Mooren, forderte sie.

    Lemke plädierte ferner dafür, die Infrastruktur zur Entwässerung – etwa von Feldern – zu überprüfen. Zudem müsse in sogenannte Gewässerrandstreifen, also Schutzstreifen entlang von Wasserläufen, investiert werden und in einem geringeren Maße in Pestizid- und Düngereinsatz.

    ls/sb/dpaElbe

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    Tags:
    Bundestag, Die Grünen, Deutschland