06:49 24 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    271038
    Abonnieren

    Randalierer mit Migrationshintergrund; Trump Opfer von TikTok-Trollen; Kretschmann: kein regulärer Schulbetrieb; Nordkorea will Millionen Flugblätter über Südkorea verbreiten; Seehofer will Strafanzeige gegen „taz“ stellen; Weitere Tests in Fleischfabrik

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Randalierer mit Migrationshintergrund

    Baden-Württembergs Innenminister Strobl hat nach den Krawallen in der Landeshauptstadt Stuttgart Konsequenzen angekündigt. Der CDU-Politiker sagte in der ARD, die Randalierer würden mit allem, was der Rechtsstaat zur Verfügung stelle, verfolgt und zur Rechenschaft gezogen. Laut Strobl kommen die Akteure aus der „Party-Szene“ in Stuttgart. Es sehe danach aus, dass vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund vorn bei den Randalen mit dabei waren, sagt Hans-Jürgen Kirstein, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Randalierer in der Innenstadt „Allahu Akbar“ rufen, schreibt die „Bild“-Zeitung. Augenzeugen bestätigen gegenüber der Zeitung die Rufe. 24 Menschen wurden in der Nacht zum Sonntag festgenommen, mindestens 19 Polizisten verletzt. 400 bis 500 Menschen sollen an den Krawallen teilgenommen haben.

    Trump Opfer von TikTok-Trollen

    Nutzer des sozialen Netzwerks TikTok haben möglicherweise zu den hohen erwarteten Besucherzahlen beim Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump in Tulsa beigetragen – bei dem am Ende zahlreiche Plätze leer blieben. Der Sender CNN berichtet, auf dem meist von Kindern und Jugendlichen genutzten Netzwerk habe es koordinierte Bemühungen gegeben, sich kostenlos für ein Ticket zu registrieren, dann aber nicht zu der Veranstaltung im Bundesstaat Oklahoma zu erscheinen.

    Kretschmann: kein regulärer Schulbetrieb

    Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. Sein Kernproblem sei die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die zu der psychologisch leicht verwundbaren Gruppe zähle. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein, sagte Kretschmann in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“. So könne man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen. In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann von der CDU hatte angekündigt, dass sie bis Anfang Juli erklären werde, wie es mit dem Unterricht im Südwesten im neuen Schuljahr weitergehen werde.

    Nordkorea will Millionen Flugblätter über Südkorea verbreiten

    Nordkorea will als Strafaktion gegen Südkorea Millionen von Propagandaflugblättern auf das Nachbarland niederregnen lassen. Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte eine solche Maßnahme als Vergeltung für eine ähnliche Propagandaaktion von Aktivisten und nordkoreanischen Flüchtlingen in Südkorea mehrfach angedroht. Es seien bisher zwölf Millionen Flugblätter gedruckt worden, die den Zorn und Hass der Menschen aus allen Gesellschaftsschichten widerspiegelten, hieß es heute in Berichten der Staatsmedien. Zudem seien verschiedene Mittel zur Verbreitung der Handzettel über die Grenze vorbereitet worden, darunter auch mehr als 3000 Ballons. Die Zeit für vergeltende Bestrafung rücke näher, hieß es.

    Seehofer will Strafanzeige gegen „taz“ stellen

    Bundesinnenminister Horst Seehofer will wegen einer umstrittenen Kolumne über die Polizei in der „taz“ Strafanzeige stellen. Das kündigte Seehofer in der „Bild“ an. Eine Enthemmung der Worte führe unweigerlich zu einer Enthemmung der Taten und zu Gewaltexzessen. Das dürfe man nicht weiter hinnehmen. Am vergangenen Montag war der Text erschienen. Es ging darum, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde, der Kapitalismus aber nicht. Darin wurde auch die Option der Mülldeponie aufgegriffen.

    Weitere Tests in Fleischfabrik

    Im Landkreis Gütersloh, der von dem massenhaften Corona-Ausbruch in Deutschlands größter Fleischfabrik besonders betroffen ist, gehen die Tests heute weiter. Erneut sollen mobile Teams in den Städten und Gemeinden Abstriche bei Haushaltsangehörigen von Tönnies-Mitarbeitern machen und ihnen Unterstützung anbieten. Nachdem gestern 32 solche Teams im Einsatz waren, soll deren Zahl heute aufgestockt werden. Bei insgesamt 6139 Tönnies-Beschäftigten wurden Proben genommen. 240 Ergebnisse stehen noch aus. 1331 Infizierte wurden registriert.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Lieber Leib und Leben von Deutschen bedrohen? Polizeigewerkschafter Wendt redet Klartext zu Dresden
    Wie die Ukraine zum Brückenkopf der Nato wird
    Legendärer DDR-Zug kehrt auf Schiene zurück