13:00 09 Juli 2020
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    Die Bundesanwaltschaft hat einen syrischen Arzt wegen des Verdachts von Folterungen festnehmen lassen, teilte die Anklagebehörde am Montag mit.

    Er soll 2011 im Gefängnis des syrischen Militärgeheimdienstes in der Stadt Homs einen Gefangenen mit einem Plastikrohr geschlagen und den am Boden Liegenden getreten haben. Das Opfer sei später gestorben, die Todesursache sei aber unklar. Die Festnahme des Beschuldigten erfolgte demnach durch Beamte des Bundeskriminalamts am Freitagabend in Hessen.

    Der Verdächtige war nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft als Arzt gerufen worden, nachdem das Opfer bei einer Folterung einen epileptischen Anfall erlitten hatte. Einen Tag später verschlechterte sich demnach der Gesundheitszustand des Gefolterten. Der Verdächtige erschien der Karlsruher Mitteilung zufolge abermals, diesmal in Begleitung eines weiteren Arztes. Beide hätten mit Plastikrohren auf des Opfer eingeschlagen, hieß es.

    Der Vorwurf gegen den Verdächtigen, der seit 2015 in Deutschland lebt und als Arzt praktizierte, lautet Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gefährliche Körperverletzung. Der Mann wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

    msch/dpa

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    Folter, Hessen, Syrien