22:03 12 Juli 2020
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    Corona-Ausbruch bei Tönnies; EU könnte US-Bürgern weiterhin Einreise verweigern; Skepsis der EU-Bürger gegenüber etablierten Parteien; Abschied von getötetem Schwarzen Brooks; Twitter versteckt Trump-Tweet hinter Warnhinweis; Neuseeland verbietet zum Schutz von Delfinen Treibnetz-Fischerei

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Corona-Ausbruch bei Tönnies

    Der Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies beschäftigt heute Vormittag die Gesundheitsminister der Länder. In einer Telefonkonferenz wollen sie über ein gemeinsames Vorgehen beraten, auch beim Thema Reisen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet warnte davor, Urlauber aus dem Kreis Gütersloh zu benachteiligen.

    Es seien außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie so gut wie keine Fälle bisher bekannt, sagte der CDU-Politiker in der ARD. CSU-Chef Markus Söder verteidigte dort dagegen die für Bayern beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Hotspots. In den NRW Landkreisen Gütersloh und Warendorf treten heute strenge Corona-Maßnahmen in Kraft.

    EU könnte US-Bürgern weiter Einreise verweigern

    Die Europäische Union erwägt einem Medienbericht zufolge, US-Bürgern nach einer schrittweisen Öffnung der EU-Außengrenzen ab dem 1. Juli wegen der Coronavirus-Krise weiterhin die Einreise zu verbieten. Die „New York Times" berichtete, auf einer vorläufigen Liste mit Ländern, für die ab Anfang Juli weiter Einreiseverbote gelten sollten, stünden unter anderem die USA, Russland und Brasilien. Grund für die Überlegungen ist demnach die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus in den USA.

    Skepsis der EU-Bürger gegenüber etablierten Parteien

    Eine Mehrheit der Bürger in der EU fühlt sich laut einer Umfrage von den etablierten Parteien nicht wirklich politisch vertreten. Im Durchschnitt seien 60 Prozent der Befragten skeptisch, dass diese Parteien sich um ihre Interessen kümmerten, ergab eine heute veröffentlichte Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte in Wien. In Deutschland hätten sich 52 Prozent der Befragten in diesem Sinne geäußert. Diese Ansicht sei besonders unter den Geringverdienern, Arbeitslosen, unter Menschen mit Gesundheitsproblemen und schlechter Ausgebildeten zu finden. EU-weit fühlten sich 73 Prozent der über 16-Jährigen aus dieser Bevölkerungsgruppe vernachlässigt, geht aus der Umfrage weiter hervor. Insgesamt nahmen an der Umfrage, die im Zeitraum von Januar bis Oktober 2019 lief, rund 35 000 Menschen teil.

    Abschied von getötetem Schwarzen Brooks

    Mehr als eine Woche nach seinem Tod infolge eines Polizeieinsatzes haben Dutzende Menschen Abschied von dem Afroamerikaner Rayshard Brooks genommen. Der Trauergottesdienst fand in der historischen Ebenezer Baptistengemeinde in Atlanta statt, in der auch der Bürgerrechtler Martin Luther King gepredigt hatte. Brooks Tod infolge eines Polizeieinsatzes am 12. Juni hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Fall George Floyd in Minneapolis weiter angeheizt.

    Twitter versteckt Trump-Tweet hinter Warnhinweis

    Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Trump hatte Demonstranten gedroht, dass sie mit „massiver Gewalt“ rechnen müssten, sollten sie versuchen, eine „autonome Zone“ in Washington zu errichten. Das soziale Netzwerk versteckte den Tweet hinter einem Hinweis, in dem es hieß, dass dieser gegen Regeln des Netzwerks zu „missbräuchlichem Verhalten“ verstoße. Twitter ist seit Jahren die wichtigste Kommunikationsplattform des US-Präsidenten. Seit Ende Mai lässt Twitter Trump nicht mehr alles durchgehen.

    Neuseeland verbietet zum Schutz von Delfinen Treibnetz-Fischerei

    Zum Schutz von Delfinen verbietet Neuseeland ab Oktober die Benutzung von Treibnetzen. Wie die Regierung heute bekanntgab, werden zudem keine neuen Genehmigungen für seismische Untersuchungen und Meeresbodenbergbau in ausgeweiteten Schutzgebieten für Meeressäuger mehr erteilt. Mit diesen Maßnahmen solle zum Schutz der bedrohten Maui- und Hector-Delfine beigetragen werden, hieß es. Die Regierung erklärte, man werde den kommerziellen Fischereibetrieben helfen, andere Methoden als Treibnetze zu nutzen.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Coronavirus, Einreise, USA, EU, Tönnies, Deutschland