01:34 24 November 2020
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    Mehr als 300 schwarze Künstler in den USA haben in einem Brief Hollywood vorgeworfen, das kulturelle Erbe der weißen Vorherrschaft bewahren zu wollen. Dies berichtet das Blatt „Variety“ unter Berufung auf Prominente.

    Die Autoren des Briefes – Schauspieler Kendrick Sampson, Schauspielerin Tessa Thompson und die Aktivisten Patrice Kallors und Melina Abdullah forderten, die Idealisierung der Polizei einzustellen und einen größeren Beitrag zur afroamerikanischen Gemeinschaft zu leisten.

    Viele schwarze Künstler, darunter Schauspieler Idris Elba, Chadwick Boseman, Anthony Mackie, Billy Porter sowie die Schauspielerinnen Viola Davis, Danai Gurera und Octavia Spencer hätten ihre Unterschrift unter das Schreiben gesetzt.

    „Die Art und Weise, wie Hollywood und Mainstream-Medien zur Kriminalisierung von Schwarzen beigetragen, das Image des Rechtssystems verzerrt und Korruption und Polizeibrutalität idealisiert haben, hatte schwerwiegende Folgen für das Leben der Afroamerikaner“, heißt es in dem Brief.

    „Der Mangel an Engagement im Bereich Integration und der institutionellen Unterstützung hat das Erbe der weißen Überlegenheit in Hollywood nur gestärkt“.

    Jedes Mal, wenn sich Hollywood gegen einen schwarzen Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur oder Assistenten entscheide, lebe das Erbe der weißen Vorherrschaft  fort und das Leben der Afroamerikaner in Hollywood und ganz Amerika werde weniger sicher.

    „Wir sind berechtigt, Veränderungen zu fordern... Beweisen Sie, dass das Leben der Schwarzen für Hollywood von Bedeutung ist, indem Sie mutige Schritte unternehmen, um... das Leben der Afroamerikaner zu schützen und in sie zu investieren“, so die Autoren.

    Seit dem Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen unter dem Motto „Black Lives Matter“ (dt: Schwarze Leben zählen). Die Ausschreitungen richten sich gegen Polizeigewalt, rassistisch motivierte Übergriffe und die anhaltende Diskriminierung von Afroamerikanern. Floyds Tod hat in den USA eine Diskussion über eine Polizeireform angeregt.

    sm/ae

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    Tags:
    Vorherrschaft, Hollywood, Künstler