14:27 07 Juli 2020
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    Heftige Regenfälle haben zu Hochwasser in der West-Ukraine geführt. In den Gebieten Iwano-Frankiwsk, Tscherniwzi, Lwiw und Transkarpatien sind nach Angaben des Innenministeriums etwa 200 Ortschaften überschwemmt. Das Unwetter kostete bislang mindestens drei Menschen das Leben.

    Das ukrainische Innenministerium hatte am Montag in den Gebieten Iwano-Frankiwsk und Tscherniwzi einen Ausnahmezustand ausgerufen. Am Mittwoch reisten Ministerpräsident Denis Schmygal, Innenminister Arsen Awakow, Katastrophenschutzchef Nikolai Tschetschotkin und der Befehlshaber der Nationalgarde Nikolai Balan nach Iwano-Frankiwsk, um die Rettungs- und Aufräumarbeiten vor Ort zu koordinieren.

    „Rund 400 Menschen wurden aus der Gegend in Sicherheit gebracht, das Unwetter forderte drei Tote“, teilte Innenminister Awakow nach Angaben des Innenministeriums mit. 

    In die Regionen seien zusätzlich 150 Angehörige der Nationalgarde, fünf Hubschrauber und ein Militärflugzeug entsandt worden. Sie sollen die mehr als 1500 Polizisten, Rettungskräfte und Nationalgardisten verstärken, die bereits im Einsatz sind. Außerdem wurden laut Awakow 1200 Kilogramm Lebensmittel und Trinkwasser gebracht. Das Unwetter dürfte dem Innenminister zufolge noch mehrere Tage anhalten.

    „Wir werden Kleinflugzeuge Diamond des ukrainischen Grenzschutzes zur Luftüberwachung einsetzen“, sagte der Minister.

    Ein Krisenstab mit Regierungschef Denis Schmygal an der Spitzte sei eingesetzt worden. Das Innenministerium teilte am Mittwoch mit, dass allein im Gebiet Iwano-Frankiwsk rund 110 Straßenkilometer und 90 Brücken durch die Unwetter zerstört  worden seien.

    „In den Gebieten Iwano-Frankiwsk, Lwiw und Tscherniwzi wurden 429,7 Straßenkilometer und 130 Brücken beschädigt, sowie Verkehrsverbindungen mit 34 Ortschaften unterbrochen.“

    leo/ae

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    Tags:
    Überschwemmung, Regen, Todesopfer, Hochwasser, Ukraine, Arsen Awakow