23:27 28 November 2020
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    Abgezogene Truppen aus Deutschland sollen teilweise nach Polen; Lufthansa einigt sich mit Gewerkschaft auf Sparmaßnahmen; Erdbeben erschüttert Großraum Tokio; US-Justiz erlässt neue Anklage gegen Wikileaks-Gründer Assange; Änderungen für Nominierungsparteitag der US-Demokraten; Nobelpreisträger warnen vor Corona-Gefahren für die Demokratie

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Abgezogene Truppen aus Deutschland sollen teilweise nach Polen

    US-Präsident Donald Trump will mit dem von ihm geplanten Teil-Abzug von Soldaten aus Deutschland unter anderem die amerikanischen Truppen in Polen verstärken. Trump bekräftigte im Weißen Haus bei einer Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda, die Präsenz der US-Soldaten in Deutschland solle auf 25.000 Mann reduziert werden. Trump begründete das erneut mit seiner Ansicht nach mangelnden Verteidigungsausgaben Deutschlands. Im Moment sind etwa 34.500 US-Soldaten in Deutschland stationiert.

    Lufthansa einigt sich mit Gewerkschaft auf Sparmaßnahmen

    Die Lufthansa hat sich mit der Gewerkschaft Ufo auf Sparmaßnahmen in der Corona-Krise geeinigt. Das erklärten beide Seiten in der Nacht. Es gehe um Einsparungen von mehr als einer halben Milliarde Euro. Lufthansa teilte mit, dass die Mitarbeiter weniger Flugstunden bei entsprechend weniger Lohn bekommen würden. Außerdem gebe es vorerst keine Tariferhöhung.

    Auch die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge würden reduziert. Das Sparprogramm gelte nach Angaben der Gewerkschaft bis zum Ende des Jahres 2023 und umfasse einen vierjährigen Kündigungsschutz. Die Ufo-Mitglieder müssen den Vereinbarungen noch zustimmen. Betroffen sind 22.000 Kabinenmitarbeiter. Heute Mittag beginnt die außerordentliche Hauptversammlung der Lufthansa. Dabei sollen die Aktionäre über den staatlichen Zuschuss in Höhe von neun Milliarden Euro abstimmen.

    Erdbeben erschüttert Großraum Tokio

    Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat am frühen Morgen den Großraum Tokio erschüttert. Eine Warnung vor einem Tsunami wurde jedoch nicht ausgegeben. Das Beben ereignete sich nach Angaben der Meteorologischen Behörde gegen 04.47 Uhr Ortszeit vor der Küste der Tokioter Nachbarprovinz Chiba in einer Tiefe von 30 Kilometern. Berichte über Schäden oder Verletzte liegen bisher nicht vor. Die Nummer Drei der Weltwirtschaft ist eines der am stärksten durch Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

    US-Justiz erlässt neue Anklage gegen Wikileaks-Gründer Assange

    Die US-Justiz hat eine neue Anklage gegen Wikileaks-Gründers Julian Assange erlassen. Das Justizministerium in Washington teilte mit, gegen den 48-Jährigen werde von einer breiteren Verschwörung beim Hacken von Computern als bislang ausgegangen. Demnach hätten Assange und andere Menschen dafür rekrutiert, Netzwerke zu hacken, damit Wikileaks davon profitiere. Allerdings würden zu den bisher 18 Anklagepunkten gegen Assange keine weiteren hinzugefügt. Die US-Justiz wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Dabei soll Washington zufolge insbesondere die Sicherheit von US-Informanten aufs Spiel gesetzt worden sein. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft. Assange bestreitet die Vorwürfe. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten auch zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.

    Änderungen für Nominierungsparteitag der US-Demokraten

    Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Teilen der USA halten die Demokraten an ihrem für August im Bundesstaat Wisconsin geplanten Parteitag zur Nominierung ihres designierten Präsidentschaftskandidaten Joe Biden fest. Der frühere Vizepräsident plane seine Teilnahme. Parteivertreter aus den Bundesstaaten sollten allerdings nicht nach Milwaukee reisen, sondern möglichst virtuell teilnehmen, teilte das Demokratische Nationalkomitee mit.

    Nobelpreisträger warnen vor Corona-Gefahren für die Demokratie

    Zahlreiche Nobelpreisträger und prodemokratische Organisationen aus aller Welt haben vor den Gefahren der Corona-Krise für die Demokratie gewarnt. Die Coronavirus-Pandemie bedrohe nicht nur das Leben und die Existenzgrundlage von Menschen weltweit, sondern sei auch eine politische Krise, die die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in einem heute veröffentlichten offenen Brief.

    Die Covid-19-Krise sei ein alarmierender Weckruf und eine dringende Warnung, dass die von uns wertgeschätzten Freiheiten in Gefahr sind und wir sie nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen. Initiiert wurde das Schreiben vom in Stockholm ansässigen zwischenstaatlichen Demokratie-Institut IDEA und der US-Organisation National Endowment for Democracy. Wenig überraschend sei, dass autoritäre Regime die Lage nutzten, um Kritiker zum Schweigen zu bringen und ihre Macht zu festigen, hieß es in dem Schreiben. Aber auch einige demokratisch gewählte Regierungen bekämpften die Pandemie mit Hilfe von Notstandsbefugnissen, die die Menschenrechte einschränkten und die staatliche Überwachung ausweiteten.

    mk/dpa/ae

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