18:08 19 September 2020
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    Knapp vier Wochen nach dem Dieselbrennstoff-Austritt in einem Heizkraftwerk nahe der nordsibirischen Stadt Norilsk sind nach Angaben des russischen Zivilschutzministeriums rund 33.000 Kubikmeter ölhaltiges Wasser vom Unfallort entfernt worden.

    „In den zurückliegenden 24 Stunden wurden 55 Kubikmeter (insgesamt 32.951 Kubikmeter) des Brennstoff-Wasser-Gemisches befördert. Drei Kubikmeter (insgesamt 25.371 Kubikmeter) davon wurden aus dem Fluss Ambarnaja und weitere 50 Kubikmeter (insgesamt 7418 Kubikmeter) aus Sammelbecken abgepumpt“, sagte ein Sprecher des Operativstabs vor Journalisten am Donnerstag.

    2404 Tonnen kontaminierten Oberflächenbodens (insgesamt 138.796 Tonnen) seien in die Lagerstätten des Heizkraftwerkes TEZ-3 befördert worden.

    5,5 Kilometer des Uferrandes sowie 10.000 Quadratmeter der kontaminierten Fläche und neutralisierten Wasseroberfläche seien mit Sorptionsmitteln bearbeitet worden. Seit dem Beginn der  Aufräumarbeiten seien bereits 103,1 Kilometer des Uferrandes und 197.400 Quadratmeter kontaminierten Territoriums bearbeitet worden.

    Derzeit seien bei den Säuberungsmaßnahmen 495 Menschen und 248 Fahrzeuge im Einsatz. Auch sechs Luftfahrzeuge würden dazu kommen, hieß es.

    Dieselkatastrophe in Norilsk

    Am 29. Mai war es bei einer Havarie im Heizkraftwerk TEZ-3 in der nordostsibirischen Stadt Norilsk zu einem Austritt von über 21.000 Tonnen Dieseltreibstoff gekommen, als einer der Dieselkraftstofftanks durch ein starkes Absinken der Fundamentstützen beschädigt worden war. Das Heizkraftwerk ist im Besitz der Aktiengesellschaft NTEK, die der Bergbaugruppe Norilsk Nickel gehört.

    Norilsk Nickel führt den Unfall auf die Erwärmung im Permafrost zurück, die die Pylone unter den Kraftstofftanks in Bewegung setzte.

    Nach der Havarie wurde in der ostsibirischen Region Krasnojarsk der Notstand ausgerufen. Das Zivilschutzministerium gab bekannt, die ausgelaufenen Kraftstoffmengen seien lokalisiert worden. Zum Vorfall wird ermittelt, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

    asch/ae

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