04:50 03 Dezember 2020
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    Der ersten und zweiten Gruppe von Freiwilligen, die sich an der vom russischen Verteidigungsministerium und Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie durchgeführten Erprobung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus beteiligen, geht es gut. Dies berichtet am Freitag die Zeitung „Krassnaja Swesda“.

    Die Freiwilligen werden demnach von Spezialisten des Burdenko-Hospitals überwacht.   

    „Bei der Impfung habe ich gar nichts gespürt – es war wie ein gewöhnlicher Stich in die Schulter. Ich hatte keine Symptome und die Körpertemperatur betrug 36,6 Grad Celsius. Nicht einmal Kopfschmerzen hatte ich. Uns wurde gesagt, dass wir keinen Appetit haben würden – dabei essen wir jetzt mehr, als zuvor. An der Einstichstelle ist nur ein Punkt zu sehen und sie schmerzt nicht“, so der Freiwillige Sergej.

    Nikolaj, eine weiterer Testteilnehmer, betonte ebenfalls, dass sich sein Gesundheitszustand nach der Impfung nicht verändert hätte. „Es war zu erwarten, dass sich der Blutdruck erhöhen kann und die Temperatur, es gab aber nichts in dieser Art. Innerlich habe ich mich auf Veränderungen meines Zustands vorbereitet und gewartet, was es sein wird. Man warnte uns, dass einige Symptome entstehen könnten. Aber es ist alles gut gegangen“, so der Mann.

    Der Freiwillige Juri sagte, dass der Impfstoff keine Auswirkungen auf seinen Gesundheitszustand gehabt habe.

    Laut dem Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Filiale des klinischen Militärhauptkrankenhauses von Burdenko, Oleg Tschichljajew, werden bei den Experiment-Teilnehmern weder Komplikationen noch Nebenwirkungen beobachtet. Auch gebe es keine Beschwerden über den Gesundheitszustand.

    „Die Freiwilligen werden permanent von medizinischen Spezialisten beobachtet, die Erfahrung in der Durchführung von klinischen Tests von Arzneimitteln, darunter auch von Impfstoffen, haben“, sagte er.

    Beginn erster klinischer Tests

    Am 18. Juni sind die ersten Freiwilligen nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums im Burdenko-Militärhospital in Moskau geimpft worden.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte Anfang Juni bekannt gegeben, dass zwei Gruppen von Freiwilligen ausgewählt worden seien, an denen ein Impfstoff gegen das Coronavirus erprobt werden soll.

    Zu der ersten Gruppe gehörten Armeeangehörige, zu der zweiten freiwillige Bürger. Das Experiment soll bis Ende Juli abgeschlossen werden.

    Coronavirus-Pandemie

    Das neue Coronavirus Sars-CoV-2, das Ende Dezember in China entdeckt wurde, hat laut der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit mehr als neun Millionen Menschen angesteckt. Über 482.000 Infizierte starben.

    Nach aktuellen Informationen der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore gibt es weltweit mehr als 9,6 Millionen Infektionen und knapp 490.000 Tote.

    Russland zählt nach Angaben der Behörden vom Freitagvormittag 620.794 Infektions- und 8781 Todesfälle. Genesen sind 384.152 Menschen.

    ak/ae

     

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    Tags:
    Gesundheit, Freiwillige, Coronavirus, Impfstoff, Tests, Moskau, Russland