00:43 11 Juli 2020
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    Die Zentrale Wahlkommission (ZIK) Russlands hat am Freitag einen DDoS-Angriff auf ihre Webseite vermeldet. Eine entsprechende Mitteilung wurde auf dem Telegram-Kanal der Wahlbehörde verbreitet.

    Wie der ZIK-Vizechef Nikolaj Bulajew zuvor am Freitag sagte, gingen bis zu 240.000 Anfragen pro Sekunde auf der Webseite ein. Ihm zufolge hat jemand „die Absicht, das System auf Festigkeit zu prüfen“.  

    Fälschungen bei Abstimmung nicht zulassen

    Am Donnerstag hatte Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt, dass die Ergebnisse der Abstimmung glaubwürdig und legitim sein müssten. Dafür dürfe man Fälschungen während der Abstimmung und Ausfälle bei der Auszählung der Stimmzettel nicht zulassen. 

    Dies sei dafür nötig, damit niemand jene Stellungnahme, die die Bürger des Landes abgeben würden, in Frage stellen könne.

    Die Vorsitzende der Wahlbehörde, Ella Pamfilowa, rief wiederum die regionalen Behörden und ZIK-Mitglieder dazu auf, dem Präsidenten Gehör zu schenken und „alle Angriffe abzuwehren“.

    Russen stimmen über Verfassungsänderungen ab

    Die für den 22. April landesweit geplante Abstimmung über Verfassungsänderungen wurde wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Nun können die Bürger vom 25. Juni bis 1. Juli ihre Stimmen abgeben.  

    Zudem ist für die Einwohner Moskaus und des Gebietes Nischni Nowgorod (Zentralrussland) eine Online-Abstimmung möglich. 

    ns/gs/sna

     

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    Tags:
    Stimmzettel, Abstimmung, Wladimir Putin, Ella Pamfilowa, Zentrale Wahlkommission (ZIK), Russland, DDoS-Attacke