06:16 16 Juli 2020
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    Das US-Unternehmen PepsiCo hat sich dem Boykott von Facebook angeschlossen und wird laut Medien nicht mehr in sozialen Netzwerken werben. Dies berichtet der TV-Sender Fox News unter Verweis auf informierte Quellen.

    Zuvor forderten die Nationale Vereinigung zur Förderung farbiger Menschen (NAACP), die Civil Rights Group Color of Change, die Anti-Defamation League (ADL) der USA und andere Menschenrechtsverteidiger die Unternehmen auf, im Juli keine Werbungen mehr auf Facebook zu schalten, um gegen das Fehlen von Regulierung solcher Contents zu protestieren.

    Am Freitag teilte North Face mit, es werde wegen „Posts mit Hass, Gewalt und Rassismus“ im sozialen Netzwerk nicht auf Facebook werben. Später schloss sich einer der größten US-Telekommunikationsbetreiber, Verizon Communications Inc, dem Boykott an und gab Anzeigen auf Facebook und Instagram auf. Eine ähnliche Aussage wurde von Unilever gemacht.

    Laut Fox News hat PepsiCo seine Entscheidung noch nicht offiziell bekannt gegeben. Gleichzeitig melden Mitarbeiter des Unternehmens, dass der Boykott im Juli und August stattfinden werde.

    Der Sender berichtet, dass das Unternehmen jährlich 2,6 Milliarden US-Dollar für Werbung ausgebe. Der größte Teil von Ausgaben sei mit der Veröffentlichung von Werbung in sozialen Netzwerken, einschließlich Facebook, verbunden.

    Bloomberg berichtete am Samstag, dass der Facebook-Chef Mark Zuckerberg wegen des Boykotts von Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken etwa 7,2 Milliarden US-Dollar verloren habe. Zuckerberg sagte zuvor, dass das Unternehmen Änderungen an seiner Politik vornehmen und Hassreden in der Werbung, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wird, verbieten werde.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Boykott, PepsiCo, Mark Zuckerberg, Facebook