13:53 10 August 2020
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    Das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit und Umweltschutz (RIVM) hat Medienberichte dementiert, in denen behauptet wurde, dass die Quelle der Radionuklide über Nordeuropa in Russland liege.

    Einige Medien hätten geschrieben, dass die Radionuklide aus dem Westen Russlands stammten, was möglicherweise auf eine falsche Übersetzung der ursprünglichen Mitteilung (auf Niederländisch) zurückzuführen sei, heißt es in der RIVM-Mitteilung.

    „RIVM hat behauptet, dass sich die Radionuklide aus Richtung Westrussland nach Skandinavien bewegt haben, aber momentan kann kein konkretes Herkunftsland bestimmt werden“, kommentiert das Institut. 

    Es wurde außerdem betont, die Menge der Radioaktivität sei sehr gering gewesen und es gebe keine Auswirkungen auf die Umwelt und menschliche Gesundheit. 

    Radionuklide über Nordeuropa 

    Zuvor war bekannt worden, dass in Nordeuropa Anfang Juni 2020 ein geringer Anstieg der Konzentration künstlicher radioaktiver Stoffe in der Luft festgestellt wurde. Dies berichteten die schwedischen, norwegischen und finnischen Strahlungsschutzbehörden auf ihren Webseiten. Das RIVM analysierte die vorhandenen Messdaten und bewertete die Situation.

    Jod-131 war Anfang Juni in Norwegen festgestellt worden, Cäsium-134, Cäsium-137, Cobalt-60 und Ruthenium-103 dagegen in Schweden und Finnland. Alle genannten Radionuklide sollen aus einem Reaktor stammen. Die gefundenen Mengen sind gering. 

    Nach RIVM-Einschätzungen könnte der Radionuklidvektor auf eine Beschädigung einer Primärschleife eines Reaktors oder einer Brennstoffzelle in einem Atomkraftwerk hindeuten.

    Der russische Wetterdienst Rosgidromet zeigt allerdings im Juni keine Überhöhungen der normalen Werte in der Nähe von Kernkraftwerken in Westrussland. Erhöhte Konzentrationen von Radionukliden in der Luft werden ebenso nicht festgestellt.

    ao/sb

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    Tags:
    Dementi, Russland, Niederlande, Nordeuropa, Radionuklide