09:57 25 Oktober 2020
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    Nach Auseinandersetzungen zwischen türkisch-ultranationalistischen Gruppierungen und Kurden in einem Wiener Stadtviertel hat es eine diplomatische Nachentwicklung gegeben.

    Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen von beiden Seiten her haben Österreich und die Türkei den Botschafter des jeweils anderen Landes am Montag ins Außenministerium einbestellt. Dies wurde von einem Ministeriumssprecher in Wien bestätigt.

    Der Innenminister von Österreich, Karl Nehammer, hat verkündet, dass jede Straftat eine konsequente Verfolgung haben werde. Darüber hinaus hat der Minister die Sitzung eines Runden Tisches gemeinsam mit dem Verfassungsschutz und dem Integrationsfonds angekündigt.

    In der vergangenen Woche hatte es gewalttätige Angriffe türkischer Extremisten auf Teilnehmer der Demonstrationen von Kurden gegeben. Es seien Steine und Glasflaschen aufeinander geworfen worden.

    Die Polizei sei zwischen die beiden Gefechtsseiten geraten. Nach Nehammers Angaben seien sieben Polizisten verletzt, elf Tatverdächtige festgenommen worden. Es sei denn absolut inakzeptabel, auf österreichisches Territorium innertürkische Konflikte auszutragen.

    Vom Ankaras Standpunkt aus waren die kurdischen Ausschreitungen von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK veranstaltet worden. Die türkische Seite erklärte, dass es nicht hinzunehmen sei, dass eine antitürkische Propaganda der PKK erlaubt sei und PKK-Symbole ignoriert würden.

    Die PKK wird in Europa, in der Türkei selbst und in den USA als Terrororganisation eingestuft.

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Kurden, PKK, Ausschreitungen, Außenministerium, Botschafter, Ankara, Wien