11:39 30 Oktober 2020
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    Experten des Oxford Internet Institute haben Berichterstattungen über Coronavirus von russischen, iranischen und chinesischen Staatsmedien analysiert und sind zum Schluss gekommen: Diese Medien können ein höheres durchschnittliches Engagement pro Artikel erreichen als bekannte Nachrichtenquellen.

    „Solche Nachrichtenagenturen wie Russia Today (RT), die auf Coronavirus bezogenen Content erstellen, haben fünfmal so viel Reaktionen per einem geteilten Artikel auf Facebook und Twitter als solche prominenten Nachrichtenquellen wie 'Le Monde'“, heißt es. 

    China Radio International (CRI) habe demnach Coronavirus-Content auf Spanisch veröffentlicht, wobei es viermal so viel Reaktionen je einem geteilten Artikel über Social-Media-Kanäle gezeigt hätte als die führende spanische Zeitung „El Pais“. 

    „Staatsmedien aus China, dem Iran, Russland und der Türkei, die Nachrichten über Coronavirus publizieren, richten sich an französisch-, deutsch- und spanischsprachige Social-Media-Users weltweit“, betonte diesbezüglich Professor Philip Howard, Direktor des Oxford Internet Institute.

    Die Experten verweisen zudem darauf, dass die Coronavirus-Berichterstattung, die von Staatsmedien in den sozialen Medien verbreitet werde, je nach Sprache und Herkunftsland variiere.

    Russische Medien, die in Französisch und Deutsch publizieren, hätten insbesondere die Schwäche demokratischer Institutionen und die Unruhen in Europa hervorgehoben, berichteten aber auch je nach Sprache über verschiedene Arten von Verschwörungstheorien bezüglich der Pandemie. Chinesische und türkische Medien, die in Spanisch publizieren, haben laut den Oxford-Forschern für die globale Führungsrolle ihrer eigenen Länder bei der Bekämpfung der Pandemie geworben. 

    ao/sb

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    Tags:
    Coronavirus, Oxford University, Medien, Russia Today