23:41 06 Juli 2020
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    Truppenabzug aus Deutschland beschlossen; US-Corona-Experte Fauci befürchtet rapide Zunahme der Corona-Neuinfektionen; Warnung vor neuer Flüchtlingswelle wegen Corona; EU-Ratspräsidentschaft muss für Flüchtlingsschutz sorgen; Neues Schweinegrippe-Virus entdeckt; Nato untersucht Zwischenfall mit Türkei

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Truppenabzug aus Deutschland beschlossen

    Der Abzug von rund 9500 US-Soldaten aus Deutschland ist beschlossene Sache. Präsident Donald Trump habe einem entsprechenden Vorschlag von Verteidigungsminister Mark Esper zugestimmt, erklärte ein Sprecher des Pentagons. Mit dem Abzug von 9500 der gegenwärtig rund 34.500 Soldaten in Deutschland würden auch die Nato und die Abschreckung Russlands gestärkt, hieß es.

    US-Corona-Experte Fauci befürchtet rapide Zunahme der Corona-Neuinfektionen

    Angesichts der rapiden Zunahme der Coronavirus-Neuinfektionen im Süden der USA hat einer der führenden Gesundheitsexperten des Landes vor einer Zuspitzung der Pandemie gewarnt. Falls der Anstieg in den betroffenen Bundesstaaten nicht unter Kontrolle gebracht werden könne, seien landesweit bald bis zu 100.000 Neuinfektionen pro Tag vorstellbar, warnte der Immunologe Anthony Fauci bei einer Anhörung im Senat.

    Mehrere US-Bundesstaaten traten wegen der Entwicklung bei den Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auf die Bremse.

    Warnung vor neuer Flüchtlingswelle wegen Corona

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt vor neuen Flüchtlingswellen, sollte die Corona-Pandemie nicht global erfolgreich bekämpft werden. Besiegen wir das Virus nicht weltweit, kommt es zurück wie ein Bumerang. Dann werden auch unsere Erfolge bei der Corona-Bekämpfung wieder zunichte gemacht, ganz zu schweigen von neuen Flüchtlingswellen, sagte der CSU-Politiker in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Vor allem brauche es nun zusätzliche Mittel der Europäischen Union für Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen die Pandemie eine schwere Wirtschafts- und Hungerkrise ausgelöst habe. Brüssel habe zwar Geld für Hilfsmaßnahmen umgeschichtet, aber bisher keinen einzigen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, um die dramatische Notlage zu bekämpfen. Das sei beschämend, sagte Müller.

    EU-Ratspräsidentschaft muss für Flüchtlingsschutz sorgen

    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR hat die Bundesregierung aufgerufen, den Schutz der Flüchtlinge auch in Corona-Zeiten zu einer der Prioritäten ihrer Ratspräsidentschaft zu machen. Das Virus kenne keine Grenzen und betreffe uns alle, sagte Gonzalo Vargas Llosa, UNHCR-Beauftragter für EU-Angelegenheiten. Doch Vertriebene seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Durch politische und finanzielle Unterstützung könne die EU dazu beitragen, eine globale Krise zu bewältigen und Flüchtlinge besser zu schützen.

    Neues Schweinegrippe-Virus entdeckt

    Wissenschaftler haben in China eine Variante des Schweinegrippe-Virus identifiziert, die das Potenzial für eine Pandemie unter Menschen entwickeln könnte. Das berichtet das Team um George Gao vom Chinesischen Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten in Peking im US-Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Die Variante des Influenza-Virus H1N1, das ab 2009 als sogenannte Schweinegrippe zirkulierte, komme vor allem bei Schweinen vor, könne aber auch Menschen infizieren, schreibt das Team.

    Nato untersucht Zwischenfall mit Türkei

    Militärexperten der Nato haben die Untersuchung einer aufsehenerregenden Konfrontation zwischen den Bündnismitgliedern Türkei und Frankreich abgeschlossen. Ein erster Bericht sei fertiggestellt und solle nun zeitnah diskutiert werden, bestätigte ein Nato-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

    Bei dem Zwischenfall im Mittelmeer hatte nach Angaben aus Paris ein türkisches Kriegsschiff mehrfach sein Feuerleitradar auf eine französische Fregatte gerichtet. Da solche Systeme in der Regel nur benutzt werden, um Zieldaten für den Gebrauch von Waffensystemen zu liefern, war dies von Frankreich als extrem aggressiv gewertet und beim jüngsten Nato-Verteidigungsministertreffen angesprochen worden. Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte daraufhin angekündigt, dass der Vorfall vom 10. Juni nun von den Nato-Militärbehörden untersucht werde - auch weil die französische Fregatte zum Zeitpunkt des Zwischenfalls im Rahmen des Nato-Seeüberwachungseinsatzes Sea Guardian unterwegs war. Von der Türkei wurden die Vorwürfe Frankreichs vehement zurückgewiesen.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Migranten, Deutschland, USA, Virus, Grippe, Coronavirus