17:02 15 August 2020
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    Gut ein halbes Jahr nach einer Messerattacke an Heiligabend in einer Kirchgemeinde in Aue-Bad Schlema ist der jugendliche Haupttäter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der 17-jährige Syrer erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung eine Jugendstrafe von einem Jahr.

    Laut dem Landgericht Chemnitz wurde der Vater des Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die durch die Untersuchungshaft abgegolten ist. Ein dritter Angeklagter aus dem Libanon wurde freigesprochen.

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Syrer bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige am 24. Dezember 2019 einen 51-jährigen Helfer niedergestochen hatte. Der Deutsche hatte demnach einen Streit zwischen mehreren Männern schlichten wollen und war dazwischengegangen. Der Ehrenamtler war durch eine Notoperation gerettet worden. Der Vater des Jugendlichen soll seinen Sohn zu der Tat angestiftet haben.

    Bei Opfer entschuldigt

    Im Laufe der fünf Verhandlungstage, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, hatten Sohn und Vater die Tatvorwürfe eingeräumt, teilte das Landgericht mit. Die Kammer habe bei dem Jugendlichen jedoch keinen Tötungsvorsatz feststellen können.

    Vater und Sohn haben sich laut Gerichtssprecherin bei dem verletzten Helfer, der als Nebenkläger bei dem Prozess auftrat, entschuldigt. Der Vater habe sich zudem zur Zahlung einer Entschädigung verpflichtet.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Syrer, Deutschland, Messerattacke