12:35 06 August 2020
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    Noch immer haben Forscher keine Erklärung für das Massensterben von Elefanten im afrikanischen Botswana gefunden. Dabei ist der rasche Anstieg der registrierten Todesfälle alarmierend: Mittlerweile wurden 350 Kadaver entdeckt. Mitte Juni waren es noch 170.

    Der Direktor der britischen Naturschutzorganisation „National Park Rescue“, Doktor Niall McCann, bezeichnete diese Situation als „katastrophales Aussterben“. Er betonte, dass Botswana das Zuhause von insgesamt einem Drittel aller Elefanten Afrikas sei. Deshalb könnte sich dieser Vorgang erheblich auf die weltweite Population von Elefanten auswirken.

    Nach Angaben von Einwohnern wurden bereits weitere ausgezehrte Elefanten gesichtet. Somit sei ein weiterer Anstieg der Todeszahlen zu erwarten.

    Laut dem Sender „Sky News“ zeigen Luftbilder das Ausmaß des Sterbens: 70 Prozent der Kadaver wurden an Wasserstellen aufgefunden. Die Ursache des Massensterbens ist nach wie vor unbekannt. Allerdings sollen Experten bereits mögliche Todesursachen wie Wilderei, bestimmte Infektionskrankheiten sowie Vergiftung durch Menschen ausgeschlossen haben.

    Der erste Elefantenleichnam wurde am 11. Mai unweit des Dorfes Seronga entdeckt. Ebenfalls betroffen waren die Gebiete Beetsha, Eretsha und Gunotsoga. Bis Ende Mai waren bereits mehr als 110 Todesfälle registriert worden. Zunächst wurde spekuliert, dass die Tiere an Milzbrand verstorben sein könnten. Doch dieser Verdacht hatte sich nach Untersuchungen nicht bestätigt.

    mka/gs

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    Tags:
    Republik Botswana, Massensterben, Elefanten, Afrika