09:25 12 August 2020
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    Bei schweren Unwettern im Südwesten Japans sind vermutlich mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bei 14 Menschen in einem Altenpflegeheim in dem von Überschwemmungen betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto sei „Herz- und Atemstillstand” diagnostiziert worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Samstag.

    Dies ist eine in Japan oft benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird.

    Sintflutartige Regenfälle haben in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu Überflutungen und Erdrutschen ausgelöst. Mehr als 200.000 Menschen waren aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen.

    Wohngebiete standen unter Wasser, ganze Häuser wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Häuser, Straßen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Die Regierung kündigte die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden. Die Regenfront drohte bis Sonntag auch Teile im Westen Japans mit heftigen Niederschlägen heimzusuchen.

    ai/dpa

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    Tags:
    Erdrutsch, Überschwemmung, Unwetter, Japan