22:48 28 November 2020
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    Die dänische Energieagentur (DEA) hat eigenen Angaben zufolge der Nord Stream 2 AG genehmigt, Nord Stream 2 in ihren Gewässern mithilfe von Rohrverlegeschiffen mit Ankerpositionierung fertigzustellen.

    Nun können neue Schiffe sowohl einzeln als auch in Kombination mit Schiffen eingesetzt werden, die mit einem dynamischen Positionierungssystem ausgestattet sind.

    Es wird dabei betont, dass der Bau erst am 3. August wieder aufgenommen werden könne, wenn die Frist für die Berufung gegen die aktualisierte dänische Genehmigung abläuft.

    Zuvor hatte Dänemark die Verwendung von Schiffen mit Ankerpositionierung verboten, da sie nicht explodierte Kampfstoffvorräte auf dem Grund der Ostsee berühren könnten.

    Gaspipelinebau

    Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Pipeline-Strängen von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland. Die USA lehnen das Projekt aktiv ab und promoten ihr Flüssigerdgas. Gegen das Projekt treten auch die Ukraine und eine Reihe europäischer Länder auf.

    Die Arbeiten zur Verlegung der Pipeline wurden eingestellt, nachdem die USA Ende letzten Jahres das Verteidigungsbudget verabschiedet hatten. Es enthielt Sanktionen gegen jene Unternehmen, die am Bau von Nord Stream 2 beteiligt waren. So hat beispielsweise das Schweizer Unternehmen „Allseas“, das mit der Verlegung der Gasleitung beschäftigt war, seine Arbeit eingestellt.

    US-Sanktionen

    Zuvor wurde im US-Repräsentantenhaus ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Verschärfung der Sanktionen gegen das Gaspipeline-Projekt vorsieht. Darüber hinaus wurde Anfang Juni dem US-Senat ein weiterer Gesetzentwurf gegen Nord Stream 2 vorgelegt. Er sieht vor, Sanktionen gegen die Versicherer von Schiffen zu verhängen, die an der Verlegung von Gasleitungen arbeiten.

    Die deutschen Behörden haben versprochen, Gegenmaßnahmen vorzubereiten, falls das Weiße Haus die Androhung zusätzlicher Sanktionen gegen die Pipeline in die Tat umsetzen sollte. In einem internen Dokument des Bundeswirtschaftsministeriums heißt es, dass neue US-Sanktionen eine erhebliche Anzahl europäischer Unternehmen und Banken sowie Regierungsorganisationen betreffen können. Als Reaktion darauf erwägt Merkels Regierung einen EU-koordinierten Aktionsplan.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    EU, US-Sanktionen, Nord Stream 2, Gaspipeline, Genehmigung, Dänemark