15:52 19 September 2020
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    Unbekannte haben in der Stadt Rochester, US-Bundesstaat New York, eine Statue des aus der Sklaverei geflüchteten Abolitionisten Frederick Douglass gestürzt und beschädigt, schreibt die „Washington Examiner“.

    Der Zeitung zufolge hat sich der Vorfall während der Feierlichkeiten zum Tag der Unabhängigkeit am vergangenen Wochenende ereignet. Die beschädigte Statue wurde dann in einem Abstand von 15 Metern vom Sockel gefunden.

    Das Blatt unterstreicht, dass die Statue am 168. Jahrestag der berühmten Rede des Abolitionisten geschändet wurde. In seiner mit „Was bedeutet der 4. Juli für einen Sklaven?“ betitelten Rede hatte Douglass, der 1838 aus der Sklaverei flüchtete, gesagt, vom Standpunkt eines Sklaven sei der 4. Juli (Unabhängigkeitstag) ein Tag, „der ihm gegenüber mehr als alle anderen Tage im Jahr die enorme Ungerechtigkeit und Grausamkeit bezeugt, deren ständiges Opfer er bleibt“. Douglass kämpfte für die Rechte der Schwarzen und der Frauen.

    Bis jetzt sei nicht bekannt, warum das Douglass-Denkmal einem barbarischen Akt ausgesetzt gewesen sei, so die Zeitung. Die Polizei hat bislang noch nichts über Tatverdächtige berichtet.

    Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in Atlanta
    © REUTERS / Alex Hicks Jr.-USA TODAY NETWORK
    Nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis wurde in vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Denkmälern auf Beschluss der Behörden entfernt bzw. im Zuge von Massenprotesten abgetragen. Dazu gehören Denkmäler für Soldaten und Generäle der amerikanischen Südstaaten, die an dem Bürgerkrieg von 1861-1865 teilnahmen, sowie Statuen des europäischen Entdeckers Amerikas, Christoph Kolumbus. Linke beschuldigen Kolumbus des Genozids an der indigenen Bevölkerung Amerikas.  

    ls/mt

     

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    Tags:
    Polizei, US-Zeitung Washington Examiner, USA