09:36 12 August 2020
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    Türkische Einsatzkräfte haben Hunderte Migranten in der Ägäis aufgegriffen. Wie die türkische Küstenwache am Dienstag mitteilte, wurden während der Kontrolle eines Handelsschiffes 276 Personen ohne die erforderlichen Papiere entdeckt. Acht Menschen seien festgenommen worden.

    Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu hatte das Schiff vor Narlidere in der Provinz Izmir festgemacht. Die Migranten, darunter 46 Frauen und 59 Kinder, waren in einem luftdichten, tankähnlichen Raum untergebracht. Einige hätten Atembeschwerden gehabt. Unter ihnen seien Menschen aus Afghanistan, Bangladesch, Syrien, Zentralafrika, Somalia und dem Iran gewesen.

    Anadolu berichtete zudem von drei weiteren Booten mit 65 Insassen, die aufgegriffen und zurück in die Türkei gebracht worden seien. Unter Berufung auf Sicherheitskreise schrieb die Agentur, die griechische Küstenwache habe die Boote zuvor zurück in Richtung der Türkei gedrängt. Menschenrechtler kritisieren Aktionen dieser Art als „Pushback“ (Zurückweisung), die gegen internationales Recht und die EU-Grundrechtecharta verstießen.

    Die griechische Regierung hatte in den vergangenen Monaten Hunderte neue Grenzpolizisten eingestellt. Entlang der Grenze zur Türkei wird ein Zaun ausgebaut. Die Meerengen zwischen den griechischen Inseln und der türkischen Ägäisküste werden scharf kontrolliert.

    ls/mt/dpa

     

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    Tags:
    Flüchtlinge, Migranten, Griechenland