17:05 26 November 2020
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    Tesla macht Hochdruck in Brandenburg und will jetzt schon mit dem Rohbau der Fabrik beginnen – auf eigene Gefahr. Indessen haben sich die Pläne des Autoriesen in Grünheide geändert: Kunststoffteile und Batterien werden dort nicht produziert. Es soll montiert und auf einer Teststrecke erprobt werden.

    Tesla geht in Brandenburg aufs Ganze: Der US-Elektroautobauer rodet seit längerem schon auf eigene Gefahr vor der offiziellen Genehmigung und will nun auch schon den Rohbau der Anlage starten. Das Unternehmen wird zudem zusätzliche 39 Hektar Wald roden, um ein Gefahrstofflager zu errichten. Und ein Detail, das Autofans interessieren dürfte: Tesla will auf dem Gelände eine Teststrecke errichten.

    Wasserverbrauch wurde deutlich gesenkt

    Der Autogigant hat auch versucht, die Stimmen von Anwohnern und Umweltschützern bei seiner Planung zu berücksichtigen: Denn das Gelände liegt in einer Wasserschutzzone und der angekündigte hohe Wasserverbrauch der Fabrik hatte seinerzeit für Kritik gesorgt. Der stündliche Wasserverbrauch wurde wohl aus diesem Grund von 372 auf 233 Kubikmeter Wasser pro Stunde gesenkt. Möglich wurde das vor allem dadurch, dass die Fertigung von Kunststoffteilen vor Ort gestrichen wurde. Damit wird Grünheide ein Zentrum in erster Linie für die Montage der Autos.

    Keine Batterieproduktion in Grünheide

    Eine Hoffnung, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit diesem Bau verknüpfte, erfüllt sich allerdings nicht – zumindest nicht auf dem Gelände in Grünheide. Denn in den Bauplänen für die „Gigafactory“ steht auch: „Batteriefertigung (Battery Pack) entfällt.“ Es ist also nicht wahrscheinlich, dass Tesla der deutschen Batteriewirtschaft unmittelbar zum Aufschwung verhilft. Wenn hierzulande keine konkurrenzfähige Batterie im Vergleich zu Asien entwickelt wird, die etwa über eine höhere Kapazität verfügt und umweltfreundlicher produziert wird, dann dürfte Tesla am Ende seine Batterien von anderswoher beziehen – über die neue Seidenstraße dürfte das nicht sonderlich kompliziert sein.

    Die Baupläne für die „Gigafactory“ sind seit Donnerstag online. Neben einer kurzen Zusammenfassung ist das eigentliche Dokument 4000 Seiten stark.

    vr

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    Tags:
    Tesla, Brandenburg