08:11 30 September 2020
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    Der Rosenkrieg zwischen Johnny Depp (57) und seiner Ex-Frau Amber Heard (34) geht vor Gericht weiter: Am zweiten Prozesstag hat der Schauspieler Anschuldigungen zurückgewiesen, er habe Heard im Streit um ein Tattoo geschlagen und ihren Yorkshire-Terrier „Pistol“ aus dem fahrenden Auto gehalten.

    Es ging es um die Tätowierung „Winona forever“, die sich Depp während seiner Beziehung mit der Schauspielerin Winona Ryder machen ließ. Nach der Trennung verkürzte er das Arm-Tattoo auf „Wino forever“ - Wino ist ein Slangwort für Alkoholiker. Darüber hatte sich Heard lustig gemacht. Dass er sie daraufhin geschlagen habe, wies Depp zurück. Er räumte aber ein, in der Zeit stark getrunken zu haben. An Drogenkonsum konnte er sich nicht erinnern.

    Hintergrund

    Depp klagt gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ wegen eines Artikels, in dem behauptet wurde, er habe Heard körperlich misshandelt. Seit Montag wird Depp dazu im Kreuzverhör befragt. Auch Heard war wieder persönlich im Gericht anwesend.

    Der Schauspieler („Pirates of the Caribbean“) und seine Anwälte drehten den Spieß um und überzogen Heard mit Vorwürfen: „Sie war es, die ihm gegenüber gewalttätig war“, sagte Anwalt David Sherborne. Berichte, Depp habe ihr Gewalt angetan, seien erfunden. Der Schauspieler nannte seine Ex-Frau eine narzisstische Soziopathin.

    „Sie wusste, was sie wollte und ich war ein leichtes Ziel.“

    Die Gegenseite warf dem Schauspieler dagegen einen bösen Charakter vor. Er verliere die Kontrolle, zerstöre Hotelräume und werde Menschen gegenüber gewalttätig. 

    Das Verfahren soll drei Wochen dauern. 

    Wie immer der Gerichtsprozess um das frühere Promi-Paar ausgehen mag, einen Gewinner dürfte es schon jetzt geben: die „Sun“, um deren Artikel von 2018 es eigentlich geht. Das Boulevardblatt dürfte von dem Rosenkrieg vor Gericht profitieren - die Schlagzeilen sind garantiert.

    Depp verklagt Heard in USA 

    Auch in den USA hat Depp wegen der Vorwürfe eine Verleumdungsklage eingereicht. Er klagt dort aber direkt gegen seine Ex-Frau. Sie hatte in der „Washington Post“ über ihre Gewalterfahrungen berichtet - ohne Depp beim Namen zu nennen.

    Depp, der zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods zählt, und Heard hatten sich bei den Dreharbeiten zum Film „The Rum Diary“ kennengelernt. Das Paar trennte sich 2016 nach nur 15 Monaten Ehe; es begann ein langer Rosenkrieg. Im Prozess sollen britischen Medien zufolge per Video auch Depps Ex-Partnerinnen Vanessa Paradis und Ryder als Zeuginnen aussagen.

    pd/mt/dpa

     

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    Auto, Hollywood, Johnny Depp, London, Prozess