03:59 15 August 2020
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    Athen hat in den ersten acht Julitagen 784 Migranten von der Insel Lesbos aufs Festland gebracht. Das soll zur Entlastung der restlos überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis beitragen.

    Bereits im Juni waren von den Inseln Lesbos, Chios und Samos 2144 Menschen zum Festland gebracht worden. Das berichtete der Staatsrundfunk (ERT) am Donnerstag unter Berufung auf das Migrationsministerium in Athen.

    Erstmals seit mehreren Monaten harren nach Angaben des Migrationsministeriums weniger als 15.000 Menschen in und um das berüchtigte Lager von Moria auf Lesbos aus. Ende März lebten dort noch knapp 19.000 Migranten.

    Auch von den anderen Inseln der Region wurden den Angaben des Migrationsministeriums zufolge zahlreiche Migranten zum Festland gebracht. Damit ging die Zahl der Menschen, die auf diesen Inseln ausharren, deutlich zurück. Am 3. März lebten dort mehr als 40.000 Migranten. Zurzeit leben in und um die Lager noch 32.177 Personen (Stand 8. Juli). Das löse dennoch nicht das Problem der Überfüllung der Lager, sagen Hilfsorganisationen. Denn eigentlich sind die Camps und Unterkünfte auf den Inseln nur für rund 8000 Menschen ausgelegt.

    ai/dpa

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    Tags:
    Lesbos, Migranten, Griechenland