03:53 15 August 2020
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    Ein britisches Gericht hat nach Medieninformationen einen mutmaßlichen Islamisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Er versuchte vor drei Jahren, schwer bewaffnet in den Buckingham Palace einzudringen. Die Polizei konnte ihn festnehmen und gab kürzlich an, eine damit in Verbindung stehende Terrorzelle identifiziert zu haben.

    Ein Gericht bei London hat nach Medieninformationen den mutmaßlichen Islamisten Mohiussunnath Chowdhury (29) zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Beschuldigte drang schwer bewaffnet mit einem Schwert im Sommer 2017 in den Buckingham Palace ein. Dort, im Amtssitz von Queen Elisabeth II., wollte er die Königin von Großbritannien attackieren. Beamte der Polizei konnten ihn später überwältigen und festnehmen.

    Das zuständige Gericht in Woolich in der Nähe der britischen Hauptstadt befand Chowdhury, einen ehemaligen Uber-Fahrer, für schuldig. Er habe demnach Terrorangriffe auf Touristenziele in London geplant, darunter das Wachsfigurenkabinett von „Madame Tussauds“.

    „Verurteilt wurde er wegen seiner Terrorpläne und wegen der Verbreitung eines terroristischen Propagandavideos“, berichtete „Euronews“ am Freitag und zog historische Vergleiche.

    Schon russische Zaren mussten sich vor „Königsmord“ schützen

    Schon der russische „Zar Alexander II. und Ludwig XV. von Frankreich mussten sich vorm Königsmord schützen. (…) Später fiel der Thronfolger, Erzherzog Franz-Ferdinand, in Sarajevo einem Attentat zum Opfer, bei dem auch seine Frau, die Herzogin von Hohenberg getötet wurde. Es folgte eine militärische Kettenreaktion, die schließlich zum Ersten Weltkrieg führte. Doch auch die jüngste Geschichte kennt ähnliche Anschläge. Zumal im Vereinigten Königreich.“

    Der Bericht erinnerte außerdem an ein Ereignis im Jahre 1974, als Schüsse ebenfalls vor dem Buckingham Palace fielen. Die damalige britische Prinzessin Anne sollte „entführt werden, so hat es der damals 26-jährige Ian Ball geplant. Er hat es auf mehrere Millionen Pfund Lösegeld abgesehen. Ihre Rettung verdankte Anne wohl dem Boxer Ronnie Russell. Er soll den Attentäter in Schach gehalten haben. Der Entführer bekennt sich später schuldig. (…) Auch er wird zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, allerdings in einer psychatrischen Einrichtung.“

    Islamistische Terrorzelle in Großbritannien von Polizei ausgehoben

    In Zusammenhang mit der jetzigen Verurteilung des Beinahe-Attentäters ist es nach Informationen der internationalen Nachrichtenagentur „AFP“ zu weiteren Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen gekommen. In London und der britischen Grafschaft Leicestershire habe die Polizei zum Ende dieser Woche eine mutmaßliche Terrorzelle ausgehoben. Den vier verhafteten Männern werde zur Last gelegt, Mitglieder einer Terrorzelle zu sein und Terror-Akte in Großbritannien geplant zu haben.

    Britische Fahnder hatten ihn über ein Jahr lang beschattet. Er wurde schließlich 2019 festgenommen. Das Gericht befand auch dessen 25-jährige Schwester für schuldig. Sie hätte von den Terrorplänen gewusst, sich aber nicht an die Polizei gewandt. In ihrem Fall stehe die Strafmaßverkündung noch aus.

     

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    Tags:
    Islamisten, Urteil, Attentat, Queen