14:45 13 August 2020
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    Die russische Justiz hat gegen den Berater vom Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Iwan Safronow, eine Anklage wegen Hochverrats erhoben. Zuvor befand er sich im Status eines Verdächtigen. Das teilte sein Anwalt Iwan Pawlow am Montag mit. Safronow weist alle Anschuldigungen zurück.

    „Die Anklage ist unklar. Es ist unklar, von wem Iwan nach der Ansicht der Ermittler angeworben wurde, welche Angaben, wem, wie und wann er übergeben haben soll“, sagte der Anwalt.

    Vor dem Gebäude, wo Safronow in der U-Haft sitzt, versammelten sich etwa 50 Journalisten, um ihren Kollegen zu unterstützen. Die Polizei ruft die Versammelten über Lautsprecher dazu auf, auseinanderzugehen, weil in Moskau wegen der Corona-Pandemie ein Verbot für Massenversammlungen gilt. Mehrere Menschen wurden festgenommen. 

    Fall Safronow

    Safronow wurde vorige Woche festgenommen. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wirft ihm Spionage für die Nato vor. Er soll 2012 vom tschechischen Geheimdienst angeworben worden sein und dann 2017 geheime Informationen über Militärkooperation, Verteidigung und Sicherheit Russlands weitergegeben haben. Abnehmer der Staatsgeheimnisse sollen die USA gewesen sein. Für Landesverrat sehen russische Gesetze bis zu 20 Jahre Haft vor.

    Safronow war seit Ende Mai als Berater des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, tätig. Davor arbeitete er für die Zeitungen „Kommersant“ und „Vedomosti“, wo er zu Themen Rüstungsindustrie, Militär und Weltraum schrieb. Laut Roskosmos wurde Safronows Festnahme nicht mit seiner Tätigkeit im Konzern in Verbindung gebracht. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte zuvor, dass die Vorwürfe auch nicht im Zusammenhang mit der journalistischen Tätigkeit Safronows stünden.

    om/mt/sna

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    Tags:
    NATO, Roskosmos, Russland, Hochverrat, Anklage, Iwan Safronow