08:34 12 August 2020
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    England führt Maskenpflicht im Handel ein; Bund will zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Corona-Ausbrüchen; Weniger Abschiebungen wegen Corona; Grüne fordern Anti-Rassismus-Beauftragten im Kanzleramt; Bewaffneter von Oppenau weiter auf der Flucht; Japan erwägt Lockerung der Einreisebeschränkungen für Olympioniken

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kurzform, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    England führt Maskenpflicht im Handel ein

    Nach langem Zögern führt auch England eine Maskenpflicht in Geschäften ein. Die Maßnahme werde am 24. Juli in Kraft treten, meldet die Nachrichtenagentur PA. Wer sich nicht an die neue Regel halte, müsse mit einer Geldbuße von rund 100 Pfund rechnen. Bislang muss in England die Maske nur in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. In Schottland hingegen ist das Tragen von Masken beim Einkaufen bereits Pflicht. In Großbritannien entscheiden die einzelnen Landesteile im Wesentlichen autonom über Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie. Das Land weist inzwischen die höchste Zahl an Infizierten und die meisten an dem Virus gestorbenen Menschen in Europa auf.

    Bund will zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Corona-Ausbrüchen

    Die Bundesregierung plant ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer. Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle es Ausreisebeschränkungen geben. Hintergrund sei, dass sich die Bundesländer untereinander mehr vertrauen sollen. Zuvor hatte die „Bild“» über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet.

    Weniger Abschiebungen wegen Corona

    Die Zahl der Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber ist einem Bericht zufolge während der Corona-Pandemie drastisch gesunken. Zahlreiche Staaten verweigern weiterhin die Einreise ausländischer Staatsangehöriger oder beschränken diese auf unabdingbare, wenige Fallkonstellationen, teilte das Bundesinnenministerium den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit. Die Zahl der Rückführungen ging demnach in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 10.951 auf 5022 zurück. Im Mai habe es nur noch rund 150 Rückführungen gegeben. Die Gesamtzahl der Ausreisepflichtigen sei innerhalb eines Jahres (Stand: Ende Mai 2020) von 245.597 auf 266.605 angestiegen.

    Grüne fordern Anti-Rassismus-Beauftragten im Kanzleramt

    Um Rassismus in Deutschland besser zu bekämpfen, fordern die Grünen die Ernennung eines oder einer Anti-Rassismus-Beauftragten. Die Stelle solle im Kanzleramt angesiedelt sein und über eigene Haushaltsmittel verfügen, heißt es in einem Zehn-Punkte-Plan der Bundestagsfraktion, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Aufgabe solle sein, Maßnahmen zu koordinieren und jährlich einen Bericht vorzulegen. Dass im Mai ein Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus die Arbeit aufgenommen hat, loben die Grünen als Meilenstein.

    Bewaffneter von Oppenau weiter auf der Flucht

    Der bewaffnete Räuber von Oppenau ist am Dienstagmorgen weiter auf der Flucht. Die Polizei setze die Suche nach dem 31-Jährigen mit einem Großaufgebot fort, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann hatte vier Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Waffen abgenommen. Nach der Tat am Sonntagmorgen war er in den Wald geflüchtet. Die Polizei durchkämmt die Gegend um Oppenau mit mehreren Hundert Einsatzkräften, Polizeihubschraubern und Hundeführern.

    Japan erwägt Lockerung der Einreisebeschränkungen für Olympioniken

    Japan erwägt eine Lockerung des Einreiseverbots bei Athleten und Funktionären für die wegen der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio. Die Regierung wolle eine Erleichterung der Reisebeschränkungen für ausländische Athleten und Olympia-Funktionäre in Erwägung ziehen, sagte Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto heute laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Die Regierung halte es für nötig, ein System zu schaffen, das es Athleten und beteiligten Parteien erlaube, nach Japan einzureisen, auch wenn die Corona-Lage Japan davon abhalten sollte, das für bestimmte Länder und Regionen bestehende Einreiseverbot aufzuheben, zitierte die Agentur informierte Kreise.

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