08:51 12 August 2020
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    Nahe der syrischen Ortschaft Ariha haben Terroristen auf dem Weg einer Autokolonne der russisch-türkischen Patrouille eine selbstgemachte Bombe gezündet. Das gab am Dienstag das russische Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien bekannt.

    Der Vorfall ereignete sich demnach am Dienstag um 08:50 Uhr (Moskauer Zeit) während der 20. gemeinsamen russisch-türkischen Patrouille der Autostraße M4 nahe der Ortschaft Ariha im südlichen Teil der Deeskalationszone von Idlib.

    Drei russische Militärs wurden dabei leicht verletzt. Auch türkische Soldaten erlitten Verletzungen.

    „Das Patrouillieren wurde eingestellt, die beschädigte Technik wird derzeit evakuiert“, heißt es.

    „Das Kommando der russischen Truppeneinheiten in der Syrischen Arabischen Republik ermittelt zusammen mit den türkischen Militärs und den syrischen Sicherheitsbehörden die Beteiligung von in der Deeskalationszone Idlib tätigen Kämpfern an dem Angriff auf die Kolonne.“

    Alle Verletzten wurden operativ evakuiert. Die russischen Militärs wurden zum Luftstützpunkt Hmeimim gebracht, wo sie die notwendige medizinische Hilfe erhielten.

    Bei der Attacke wurde ein Transportpanzer der russischen Militärpolizei und ein türkischer Panzerwagen beschädigt.

    Anfang Juni war gemeldet worden, dass auf der Patrouillenroute der russischen Militärpolizei in der Stadt Kobane im syrischen Gouvernement Aleppo eine selbstgebaute Bombe explodiert war. Damals gab es keine Verletzten.

    Putin-Erdogan-Vereinbarung 

    Im Oktober 2019 hatten die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, in der südrussischen Stadt Sotschi ein Zehn-Punkte Memorandum unterzeichnet. Demnach sollten die russische Militärpolizei und der syrische Grenzdienst beim Abzug der kurdischen Volksmilizen und ihrer Waffen aus der 30-Kilometer-Pufferzone an der syrisch-türkischen Grenze Unterstützung leisten.

    Später hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu mitgeteilt, dass die Kurden ihren Rückzug vorfristig vollzogen hätten. Russland und die Türkei hätten dort mit dem gemeinsamen Patrouillieren begonnen.

    ak/sna/sb

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    Tags:
    Türkei, Idlib, Deeskalationszonen, Russland, Syrien