04:59 15 August 2020
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    Maas warnt vor Leichtsinn im Urlaub; Hongkong sperrt „New York Times“-Journalisten aus; Einbruch bei der Gewerbesteuer; Tönnies schlachtet wieder; Müller hält Kritik an Lieferkettengesetz für überzogen; Prominente Twitter-Konten gehackt

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Maas warnt vor Leichtsinn im Urlaub

    Außenminister Heiko Maas hat nach den Mallorca-Partys ohne Sicherheitsabstand vor Leichtsinn beim Urlaub in Corona-Zeiten gewarnt. Es sei gerade erst gelungen, in Europa die Grenzen wieder zu öffnen. Das dürfe man jetzt nicht durch leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Neue Beschränkungen würden dann wieder unvermeidbar sein. Seit Beginn der Corona-Krise waren mindestens 200.260 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, meldete das Robert Koch-Institut. In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9078 mit dem Virus infizierte Menschen. Bis heute Morgen hatten 186 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Hongkong sperrt „New York Times“-Journalisten aus

    Hongkongs Behörden verweigern einem renommierten Korrespondenten und China-Experten der „New York Times“ die Arbeitserlaubnis. Dem Australier Chris Buckley sei keine Erklärung gegeben worden, berichtete die Zeitung. Die Entscheidung stieß heute auf scharfe Kritik. Die in New York ansässige Journalistenorganisation Committee to Protect Journalists sah einen Verstoß gegen die wiederholt zugesagte Pressefreiheit in Hongkong. Die Entscheidung untergräbt den freien Fluss der Informationen, die für den Erfolg Hongkong entscheidend ist. Der langjährige Korrespondent war zuvor bereits praktisch aus China ausgewiesen worden, indem seine Akkreditierung nicht verlängert worden war. Sein Arbeitsverbot in Hongkong folgt auf den Erlass des Gesetzes zum Schutz der nationalen Sicherheit in der chinesischen Sonderverwaltungsregion.

    Einbruch bei der Gewerbesteuer

    Die Corona-Krise führt nach Angaben des Deutschen Städtetages zu einem historischen Einbruch bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen. Die kommunalen Haushalte werden am Ende des Jahres so hohe Einbußen erleiden, wie sie es noch nicht erlebt hätten, sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, Verena Göppert, der dpa. Die Gewerbesteuer sei in den vergangenen drei Monaten katastrophal eingebrochen.

    Tönnies schlachtet wieder

    Nach vier Wochen Zwangspause hat Deutschlands größter Schlachtbetrieb Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück heute seine Produktion wieder hochgefahren. Am frühen Morgen wurden die ersten Schweine angeliefert. Nachdem rund 1400 Corona-Infizierte in der Tönnies-Belegschaft nachgewiesen worden waren, hatten die Behörden Mitte Juni die Produktion in dem Werk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh gestoppt. Nach der Schlachtung folgt in der Produktionskette die Zerteilung der Tiere für die weitere Verarbeitung. Eine Genehmigung für den zweiten Produktionsschritt ist allerdings noch offen. Den hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück noch nicht erteilt. Zuvor soll es ebenfalls heute nochmals eine Begehung der Behörden in diesem Bereich geben. Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen, die die Arbeiter bei der schweren körperlichen Arbeit voneinander trennen. Am Freitag soll der Bereich nach Angaben der Stadt im Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

    Müller hält Kritik an Lieferkettengesetz für überzogen

    Entwicklungsminister Gerd Müller weist Einwände der Wirtschaft gegen ein Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechten in internationalen Lieferketten zurück. Die Kritik der Unternehmensverbände sei überzogen, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. Es müsse endlich Schluss damit sein, dass Unternehmen durch Nichteinhaltung von Produktionsstandards Kosten auf die Schwächsten der Lieferkette abwälzen. Kein Unternehmen darf Kinderarbeit und Sklaverei einfach hinnehmen mit dem Argument, es kenne seine Lieferkette nicht.

    Prominente Twitter-Konten gehackt

    Mehrere Twitter-Konten von US-Firmen und Prominenten sind einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Betroffen waren unter anderem Amazon-Chef Bezos, Tesla-Chef Musk, Microsoft-Gründer Gates, Ex-Präsident Obama, der demokratische Präsidentschaftskandidat Biden sowie die Firmen Apple und Uber. In einer über alle Accounts verbreiteten Nachricht wurde versprochen, auf ein Konto geschickte Bitcoins würden verdoppelt. Viele der Twitter-Accounts wurden daraufhin gesperrt und später ohne die betrügerischen Nachrichten wieder frei geschaltet. Auf das angegebene Bitcoin-Konto soll bereits Kryptowährung im Wert von mehr als 100.000 Dollar eingeschickt worden sein. Twitter hatte schon öfter Probleme mit dem Hacken von Konten.

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