14:13 13 August 2020
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    Der Kurator des Museums für Moderne Kunst in San Francisco (SFMOMA), Gary Garrels, ist nach Kritik an seinem Kommentar zurückgetreten, es sei eine „umgekehrte Diskriminierung“, wenn man weiße Künstler nicht repräsentieren wolle. Dies berichtet der amerikanische TV-Sender Fox News.

    Demnach hätte der ehemalige Kurator für Malerei und Skulptur des Museums für Moderne Kunst in San Francisco am 7. Juli während einer Zoom-Konferenz der Mitarbeiter gesagt, dass eine völlige Vernachlässigung weißer Künstler eine „umgekehrte Diskriminierung“ darstellen würde.

    Seine kritische Anmerkung hätte sogar zum Start einer Petition zu seiner Entlassung auf der Online-Plattform „Change.org“ geführt. Fox News zufolge hatten mehr als 280 Museumsmitarbeiter das Dokument unterschrieben. 

    Später veröffentlichte das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" eine E-Mail, die Garrels an die Mitarbeiter geschickt hatte.

    „Ich möchte mich bei jedem von Ihnen persönlich entschuldigen. Als ich den Begriff 'umgekehrte Diskriminierung' verwendete, wurde mir gleich bewusst, dass dies ein beleidigender Begriff und eine äußerst schlechte Wortwahl meinerseits waren. Es tut mir sehr leid, dass meine Worte für viele unsere Mitarbeiter kränkend klangen“, schrieb Garrels.

    Ferner kündigte er seinen baldigen Rücktritt an, betonte allerdings, dass es doch wichtig sei, die Kunst der weißen Maler „nicht auszuschließen“. Dies sei laut Garrels eine „wahre Vielfalt“.

    „Es ist mir klar, dass ich unter den derzeitigen Umständen nicht mehr effektiv bei SFMOMA arbeiten kann“, schloss er.

    Der Direktor des Museums, Neal Benezra, teilte mit, dass das Museum den Rücktritt von Garrels akzeptiert habe. Garrels letzter Tag im Museum werde der 31. Juli sein.

    „Es gibt im Laufe der 85-jährigen Geschichte von SFMOMA nur wenige Kuratoren, die einen so tiefgreifenden Beitrag zu unserem Museum und zu unserer Gemeinschaft geleistet haben wie Gary Garrels“, sagte Benezra.

    Anti-Rassismus-Debatte in USA

    In den USA und auch in Europa war es nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Floyd war bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen, nachdem ein weißer Polizeibeamter ihm fast acht Minuten lang sein Knie auf den Hals gedrückt hatte. Floyds Tod hat in den USA eine Diskussion über Rassenungleichheit und Polizeireform angeregt.

    ac/mt

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    Tags:
    Mitarbeiter, Petition, Vorwürfe, Rassismus, Rücktritt, Kurator, Museum, San Francisco