04:51 04 August 2020
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    In Pakistan ist nach einer Gesetzesänderung in der teilautonomen Himalaya-Region Kaschmir eine heftige Diskussion um die Ahndung von Sexualverbrechen entbrannt. Sexualstraftätern droht bei der Vergewaltigung von Minderjährigen künftig Kastration. Auch die Todesstrafe, lebenslange Haft und hohe Geldbußen sind vorgesehen.

    Die Gesetzesänderung wurde bereits am 2. Juli einstimmig vom Parlament im pakistanischen Teil Kaschmirs beschlossen. Der pakistanische Menschenrechtsaktivist Ansar Burney kritisierte das Gesetz als unmenschlich.

    „Das Schlimmste ist, dass es missbraucht werden kann, weil das Strafverfolgungs- und Justizsystem in Pakistan schwach ist und manipuliert werden kann“, sagte der 62-Jährige.

    Auch Anwälte in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad äußerten Kritik. Doch Politiker in Kaschmir verteidigen die Verschärfung des Strafrechts.

    Ahmed Raza Qadri, Co-Autor der Gesetzesänderung und Minister in der Himalaya-Region, sagte dazu: „Dieses Gesetz ist hart, aber es richtet sich gegen ein sehr abscheuliches Verbrechen, und für uns macht es Sinn, dass ein Pädophiler keine Sympathie oder eine zweite Chance verdient.“

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Kaschmir, Pakistan