05:35 04 August 2020
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    Bundeswehr vermisst mehr als 60.000 Schuss Munition; US-Grenzschließungen wegen Corona verlängert; Pistorius für Länder-Studie zu Rassismus bei Polizei; Israel verschärft Corona Maßnahmen drastisch; USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende September; Neue Plastikabgabe wahrscheinlich schon ab Januar

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Bundeswehr vermisst mehr als 60.000 Schuss Munition

    Bei der Bundeswehr werden einem Medienbericht zufolge seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition vermisst. Nach Angaben der Zeitung „Die Welt“ geht das aus vertraulichen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen verschiedener Fraktionen hervor. Demnach konnten von mehr als 96.000 verschwundenen Patronen unterschiedlichen Kalibers nur rund 36.000 sichergestellt werden. Der ungeklärte Verbleib von 48.000 Schuss Munition beim Kommando Spezialkräfte ist dem Bericht zufolge in der Übersicht nicht enthalten. Beim KSK sind ebenfalls 62 Kilogramm Sprengstoff verschwunden. Wegen rechtsextremer Umtriebe in der Eliteeinheit hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kürzlich die Auflösung einer KSK-Kompanie und eine Reform der Ausbildung angekündigt.

    US-Grenzschließungen wegen Corona verlängert

    Die Grenzen der USA zu Mexiko und Kanada sollen bis mindestens 20. August wegen Corona überwiegend geschlossen bleiben. Das teilten die US-Botschaften in beiden Nachbarländern mit.

    Transport eines Corona-Infizierten in Miami, US-Bundesstaat Florida (Archiv)
    © REUTERS / MARIA ALEJANDRA CARDONA

    Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau twitterte, eine Verlängerung der Beschränkungen um weitere 30 Tage sei vereinbart worden. Mexikos Außenministerium hatte bereits zwei Tage zuvor erklärt, dem nördlichen Nachbarland diesen Schritt mit Blick auf die aktuelle Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus vorgeschlagen zu haben.

    Pistorius für Länder-Studie zu Rassismus bei Polizei

    Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius will eine Studie zu Polizeiarbeit und Rassismus im Verbund mehrerer Bundesländer organisieren. Er würde sich wünschen, dass man das anpacke, ob mit oder ohne den Bund, sagte der Koordinator der SPD-Innenminister der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er werde versuchen, seine Kollegen in den Ländern im Herbst von einer gemeinsamen Studie zu überzeugen. Um ein repräsentatives Bild zu gewinnen, müsse die Untersuchung mehrere Bundesländer umfassen.

    Israel verschärft Corona-Maßnahmen drastisch

    Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung in der Nacht eine Reihe von Schutzmaßnahmen wieder eingeführt. Von heute Nachmittag an sind Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten. Ob sich dies auch auf Religionsgemeinschaften bezieht, konnte vorerst nicht geklärt werden, berichtet unter anderem die „Times of Israel“. Ministerien schließen für den Publikumsverkehr, Kontakte sind dann nur noch Online möglich. Zu den Infektionsschutz-Maßnahmen am Wochenende gehört auch die Schließung einer Reihe von Geschäften, mit Ausnahme wichtiger Dienstleister wie etwa Apotheken oder Supermärkte. Zudem werden Fitnessstudios geschlossen, während Restaurants nur noch Essen zum Mitnehmen oder zur Lieferung nach Hause anbieten dürfen. Die Maßnahmen treten nach Medienberichten an diesem Freitagnachmittag in Kraft. Ab nächster Woche sollen auch die Strände gesperrt werden. Regierungschef Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Benny Gantz wollten demnach erst am Wochenende über mögliche Schließungen von Schulen und Lehranstalten beraten.

    USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende September

    Angesichts der erneuten Corona-Eskalation in den Vereinigten Staaten bleiben Kreuzfahrten von US-Häfen aus noch länger verboten. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre „No Sail Order“ bis Ende September. Als Grund gibt die Behörde die beispiellose Art der Covid-19-Pandemie und das hohe Risiko von Virusausbrüchen auf Kreuzfahrten an. Die Branche war durch massenhafte Infektionen an Bord einiger Schiffe schon früh negativ in die Schlagzeilen geraten. Der Verband CLIA, in dem alle großen Anbieter vertreten sind, hatte im Juni angekündigt, dass die Branche ihre pandemiebedingte Auszeit freiwillig bis Mitte September verlängert.

    Neue Plastikabgabe wahrscheinlich schon ab Januar

    Die deutsche Wirtschaft läuft Sturm gegen die in der Europäischen Union geplante Plastikabgabe. Diese Steuererhöhung sei Gift für Wohlstand und Beschäftigung und gerade jetzt kontraproduktiv, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, der Deutschen Presse-Agentur.

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich hingegen offen für die Pläne. Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte sie. Die Abgabe auf nicht recycelten Plastikabfall ist Teil des milliardenschweren EU-Finanzpakets, über das heute und Samstag beim EU-Gipfel in Brüssel verhandelt wird. Nach Einschätzung von Diplomaten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie beschlossen wird. Sie soll helfen, die Kosten für das Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise zu decken.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Grenzschließung, Coronavirus, USA, Bundeswehr, Deutschland