01:20 05 August 2020
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    Bei einem Einsatz in der US-Stadt Chicago haben Polizisten Demonstranten daran gehindert, ein Denkmal des berühmten Amerika-Entdeckers Christoph Kolumbus zu stürzen. Dabei sollen etwa 18 Polizisten verletzt worden sein.

    Laut der „Chicago Sun-Times“ ereignete sich der Vorfall am Freitagabend. Zuvor habe sich eine große Gruppe junger Meschen im Grant Park versammelt, wo sich das Denkmal befinden soll. Dem Blatt zufolge haben die Demonstranten an der Statue Seile befestigt und daran gezogen. „Columbus war ein Mörder, Columbus war ein Dieb“, soll die aufgebrachte Menge laut der „Chicago Tribune“ gerufen haben.

    ​Daraufhin sei die Polizei eingetroffen, die von den Unruhestiftern mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen worden sei. Die Polizisten hätten gegen die Demonstranten Schlagstöcke eingesetzt. Den Beamten gelang es Angaben zufolge, die Gruppe zurückzudrängen. Einige der Demonstranten sollen bei dem Zusammenstoß verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Mindestens zwölf Menschen wurden festgenommen.

    Das Denkmal sei zwar nach wie vor an seinem Standort, doch die Protestler hätten auf der Statue die Aufschriften „Black Lives Matter“ und „Dekolonialisierung“ hinterlassen.  

    Protestwelle in den USA

    Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt war es im Juni in den USA zu Massenprotesten gekommen. Sie richteten sich gegen Polizeigewalt, rassistisch motivierte Übergriffe und die anhaltende Diskriminierung von Afroamerikanern.

    Die Demonstranten hatten im Laufe der Protestwellen Denkmäler wichtiger Vertreter der Südstaaten gestürzt, die im US-Bürgerkrieg unter anderem für die Sklaverei kämpften. Der Unmut traf auch Statuen von Christoph Kolumbus, den linke Aktivisten für den Genozid an der indigenen Bevölkerung Amerikas verantwortlich machen. 

    mka/gs

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    Tags:
    Schändung, Rassismus, Denkmal, Christoph Kolumbus