05:07 04 August 2020
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    Facebook- und Twitter-Nutzer besprechen derzeit aktiv die Initiative des Universitätsklinikums Halle, Infizierungsrisiken bei den Teilnehmern des im August vorgesehenen Konzerts von Tim Bendzko zu erforschen. Und was meinen Sie dazu?

    Forscher des Universitätsklinikums Halle wollen 4000 Freiwillige untersuchen, die beabsichtigen, das Konzert von Tim Bendzko am 22. August in Leipzig zu besuchen, und somit herausfinden, inwiefern die Teilnehmer der Großveranstaltung dem Risiko eines Coronavirus-Ausbruches ausgesetzt sind. 

    „Das Forschungsprojekt Restart-19 der Universitätsmedizin Halle (Saale) hat zum Ziel, das Risiko eines Ausbruchs von Covid-19 durch Hallen-Großveranstaltungen zu simulieren und dabei Rahmenbedingungen zu erforschen, unter denen solche Veranstaltungen trotz Pandemie wieder durchgeführt werden können, ohne eine Gefährdung der Bevölkerung zu riskieren“, heißt es. 

    Erste Ergebnisse der Studie werden nach vier bis sechs Wochen erwartet. Während des Projekts gelten strenge Hygieneregeln. Die Probanden seien verpflichtet, sogenannte FFP2-Masken zu tragen.

    Als Teilnehmer seien bisher 974 Menschen registriert gewesen. 

    Tim Bendzko freut sich seinerseits, ein Teil der Restart-19-Studie zu sein. 

    Facebook-Feedbacks 

    „Ein Konzert mit Maske? Nein danke, ich bin froh, wenn ich nach dem Einkaufen das Teil wieder absetzen kann“, sagte Sandra Mohr. 

    „Dann hoffe ich mal, dass die Konzertkarten für die 'Laborratten' kostenlos sind“, so Angela Petruschke.

    „Da fällt mir nix mehr ein. Was soll denn die Studie kosten? Wieviel Infizierte gab es denn bei den 15.000 Teilnehmern der Großdemo in Berlin?“, regierte Michael Biermann. 

    „Wie krank ist das denn nur. Und der Tim Bendzko spielt da noch mit“, antwortete René Éner.

    Laut Grit Winkler ist das ein schlechter Witz. 

    „Was ist denn das für ein unverantwortliches Experiment? Man sollte nicht mit der Gesundheit der Menschen spielen, denn es ist noch überhaupt nicht klar, welche Folgeschäden auch Jahre später nach einem Tim-Bendzko-Konzert auftreten können. Ich habe gehört, einige leiden danach dauerhaft am Verlust des Musikgeschmacks“, empört sich Chris Drx. 

    „Virus und die Musik... zwei Gefahren auf einmal sind mir zuviel“, stellte Holger Neidhardt fest.

    Twitter-Reaktionen

    „Tim Bendzko ist also infiziert? Ich verstehe jetzt tatsächlich den Sinn des Experiments nicht. Wenn alle vor dem Konzert gesund waren, dann sind sie es auch nach dem Konzert, sollte man zumindest meinen“, kommentierte Thomas Rabenstein. 

    „Tim Bendzko als Mordwaffe?“, fragt Alberta Zweifels. 

    „Tim Bendzko ist aus meiner Playlist endgültig verbannt. Wer einen derartigen Schwachsinn auch noch unterstützt, mit dem möchte ich selbst akustisch nichts mehr zu tun haben“, so ein Twitter-User.

    „4000 Freiwillige gesucht für Tim-Bendzko-Konzert… Was ist das für eine Entlohnung? Entweder du hörst schlechte Musik, oder du bekommst dazu noch Corona. Hm. Schwierige Entscheidung. Sehr schwierig. (Wer ihn mag, mag ihn. Alles gut!)“, sagte Remi Meir. 

    Coronavirus in Deutschland 

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden in Deutschland 202.345 Infektionsfälle bestätigt. 9049 Menschen sind an Covid-19 gestorben. Circa 188.000 sind genesen. 

    In der Bundesrepublik sind Großveranstaltungen derzeit weiterhin verboten. 

    ao/sb/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Coronavirus, Netz, Reaktion, Experiment, Konzert