05:23 15 August 2020
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    Bei der Berichterstattung über Proteste in Portland (US-Bundesstaat Oregon) ist ein russisches Fernsehteam von Polizisten angegriffen und geschlagen worden. Dies berichtet ein Sputnik-Korrespondent.

    Der Zwischenfall ereignete sich demnach am Mittwochabend. Die Journalisten des russischen Fernsehsenders Perwyj Kanal filmten einen Versuch von Demonstranten, ein Gerichtsgebäude zu stürmen. Dort befanden sich föderale Kräfte, die trotz Einwänden der lokalen Behörden dort stationiert worden waren.

    Ein Polizist schlug dem Korrespondenten zufolge den Kameramann Wjatscheslaw Archipow mit einem Stock auf den Arm, nahm ihm die Kamera weg und zerbrach sie, als der Journalist dabei war, den Versuch der Protestler zu filmen, den Eingang in das Gerichtsgebäude in Brand zu setzen. Archipow selbst wurde zu Boden geschleudert.

    Die Journalistin Julia Olchowskaja, die die Handlungen der Demonstranten mit einem Smartphone filmte, wurde von einem Polizisten von hinten angegriffen. Der Beamte schnappte das Smartphone, fasste die Frau am Kopf und nahm ihren Helm ab.

    Olchowskaja fiel zu Boden, wobei sie schrie, dass sie Medienschaffende sei. Sie trug bei dem Sturz Kratzer davon.

    Zuvor wurden Archipow, Olchowskaja und der Sputnik-Korrespondent Artur Gabdrachmanow mit Tränengas angegriffen worden. Alle drei Journalisten trugen Presseausweise. Olchowskaja brauchte nach der Tränengas-Attacke die Hilfe ehrenamtlicher Ärzte, die sich vor Ort befanden.

    Der Vorfall am Mittwoch war nicht das erste Mal, dass Journalisten unter Handlungen der Polizei leiden mussten. Am 31. Mai sprühten Beamte dem Korrespondenten der Agentur RIA Novosti, Michail Turgijew, Pfefferspray ins Gesicht, nachdem er sich als Medienschaffender ausgewiesen hatte. Turgijew beleuchtete damals die Proteste in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota).

    Auf ähnliche Weise behandelten Polizisten auch ein Team des US-Fernsehsenders Vice.

    Tod von George Floyd und Proteste gegen Rassismus

    Eine Welle von Protesten und Unruhen erfasste US-amerikanische Städte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis. In Europa kam es ebenso zu Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

    Auslöser für die Kundgebungen war die Veröffentlichung eines Videos, in dem die Polizisten Floyd mit Handschellen fesselten, ihn niederschlugen und zu dritt über ihn herfielen. Dabei drückte einer von ihnen mit dem Knie auf den Hals des Festgenommenen. Floyd sagt im Video mehrmals, dass er nicht atmen könne, dann verstummt er. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

    mo/sb/sna

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    Journalisten, Russland, Polizei, Portland, USA