02:17 05 August 2020
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    Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg oder Verfolgung suchen, ist Ende vergangenen Jahres auf knapp über 1,8 Millionen gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

    Mit drei Prozent sei der Zuwachs der geringste seit dem Jahr 2012 gewesen, so das Statistische Bundesamt. Schutzsuchende sind demnach Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.

    Unter ihnen waren am 31. Dezember 2019 etwa 266.000 Personen mit offenem Schutzstatus, über ihren Asylantrag war also noch nicht rechtskräftig entschieden. Diese Zahl sank den Angaben zufolge um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang sei sowohl auf die Abarbeitung anhängiger Asylverfahren als auch auf einen erneuten Rückgang von Anträgen zurückzuführen, erklärte das Bundesamt.

    Herkunftsländer

    Über einen anerkannten Schutzstatus verfügten 1,36 Millionen Schutzsuchende, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Syrien war dabei das Haupt-Herkunftsland (41 Prozent), es folgten Afghanistan (elf Prozent) und der Irak (zehn Prozent). In 80 Prozent der Fälle wurde der anerkannte Schutzstatus zeitlich befristet.

    Zudem lebten 213.000 Schutzsuchende in Deutschland, deren Asylgesuch abgelehnt wurde oder die ihren Schutzstatus verloren haben. Hier betrug der Anstieg den Angaben zufolge zehn Prozent.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    Asyl, Syrien, Menschen, Statistisches Bundesamt, Schutz, Deutschland