05:30 04 August 2020
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    Viele Bewerber für den Polizeidienst bestehen die Prüfung bei der Rechtschreibung nicht und scheiden aus diesem Grund aus dem Bewerbungsverfahren aus. Dies geht aus einer Recherche der dpa hervor.

    Als Beispiel wird Schleswig-Holstein angeführt. In dem Bundesland lag der Anteil der Prüflinge, die am Diktat gescheitert waren, bei gut 30 Prozent. Die Sporteignungsprüfung war nur für sechs Prozent eine schwierige Aufgabe. Etwa 20 Prozent der Abiturienten und 45 Prozent der Bewerber mit Mittlerer Reife konnten das Diktat nicht bestehen. 

    In Niedersachsen verhauen 50 Prozent der Kandidaten den Eignungstest und werden deswegen aus dem Bewerbungsverfahren ausgeschlossen. 

    Rechtschreibung ist ein schwacher Punkt 

    Hohe Durchfallquoten könnten davon zeugen, dass es auf dem Wege zum Polizeidienst wesentliche Hindernisse gibt. Die Zahl der Bewerber übersteigt in den meisten Bundesländern die Zahl der Ausbildungsplätze erheblich. Obwohl sich die Prüfungen je nach Bundesland voneinander unterscheiden, zeigen sie insgesamt, dass die Rechtschreibung ein schwacher Punkt für Bewerber ist. 

    Etwa die Hälfte der Arbeitszeit vieler Polizeibeamten macht Büroarbeit aus, deswegen ist die Orthografie von großer Bedeutung. Sie verfassen Anzeigen an Staatsanwaltschaft und Gericht – und diese müssen fehlerfrei sein.

    ao/sb/dpa 

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    Tags:
    Scheitern, Prüfung, Bewerbung, Polizei