07:58 02 Dezember 2020
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    Vor der Krim ist am Samstag ein Spähpanzer des Typs BRDM-2 versunken. Das amphibische Fahrzeug einer Waffensammlergesellschaft sollte im Rahmen einer patriotischen Aktion die Meeresenge von Kertsch durchqueren, die die Schwarzmeerinsel vom russischen Mutterland trennt. Verletzt wurde niemand. Laut den Veranstaltern droht keine Treibstoff-Belastung.

    Insgesamt drei BRDM-2 waren am Samstagvormittag von Taman in See gestochen, um das bis zu 18 Meter tiefe Gewässer zu überqueren und in der rund 15 Kilometer entfernten Ortschaft Gerojewskoje wieder an Land zu rollen.

    Mit dieser Aktion, bereits der vierten seit 2017, wollte der Organisator, die „Militärisch-Technische Gesellschaft“, an die Kertsch-Eltigener Operation der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg erinnern. 

    Nach rund einem Drittel des Weges begann das vordere Fahrzeug Wasser aufzunehmen, die beiden anderen drehten um und kehrten nach Taman zurück. Die Besatzung konnte gerettet werden, bevor der BRDM-2 unterging. Laut dem Organisator kam der Schwimmpanzer mit den starken Strömungen nicht klar.

    „Nach rund fünf Kilometern erreichte der vordere BRDM-2 einen Bereich mit starker Strömung, verursacht durch Tiefenunterschiede“, sagte Andrej Konnow, Pressesprecher der „Militärisch-Technischen Gesellschaft“, die sich mit Instandsetzung alter und ausgedienter Militärtechnik beschäftigt.

    „Hinzu kam heftiger Seitenwind, von dem wir nicht gewarnt worden waren, und der stärker war, als wir erwartet hatten.“

    Nach seinen Worten pumpten die Pumpen das Wasser zwar ab, doch dieses strömte zu schnell hinein.  

    „Nachdem das letzte Besatzungsmitglied in Sicherheit gebracht worden war, wurde noch um die Rettung des BRDM gekämpft, was jedoch nicht gelang.“

    „Es droht kein Treibstoffleck, denn der BRDM-2 hat dichte Tanks“, versicherte Konnow. Der Panzerwagen soll aus dem Wasser geholt werden.

    leo/ae

     

     

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    Tags:
    Aktion, Kertsch, Unglück, BRDM-2, Schwarzes Meer, Krim, Russland