06:11 27 Oktober 2020
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    Gut eine Woche nach dem Brand in der Kathedrale der westfranzösischen Stadt Nantes hat ein freiwilliger Kirchenhelfer nach Informationen der Zeitung „Ouest France“ die Brandstiftung gestanden. Der aus Ruanda stammende Mann war eigentlich für die Schließung der Kirche zuständig.

    Der Mann war bereits am 19. Juli, einen Tag nach dem Feuer in dem Gotteshaus, festgenommen, dann aber wieder freigelassen worden. Durch den Brand, der erst nach Stunden gelöscht werden konnte, war unter anderem die Hauptorgel zerstört worden. Die Ermittler gingen von Brandstiftung aus.

    Am gestrigen Samstag kam der 39-Jährige erneut in Polizeigewahrsam und wurde wegen Brandstiftung angeklagt, wie „Ouest France“ berichtet. Der Kirchenhelfer habe den Vorwurf zuerst bestritten, danach jedoch zugegeben, drei Feuer in dem Gotteshaus gelegt zu haben. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahren Haft und eine Geldbuße in Höhe von 150.000 Euro.

    Die Kathedrale von Nantes aus dem 15. Jahrhundert ist den Aposteln Peter und Paul geweiht und gehört zur französischen Spätgotik. Bei einem Feuer 1972 wurde nach Angaben der Diözese von Nantes der Dachstuhl der Kirche komplett zerstört. Nach Restaurierungsarbeiten öffnete die Kirche 1985 wieder ihre Türen. Die Orgel blieb bei dem Brand damals fast unversehrt. 2015 hatte in Nantes zudem ein spektakuläres Feuer das Dach der Basilika Saint-Donatien zerstört.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Ruanda, Geständnis, Freiwillige, Kirchen, Nantes, Frankreich