18:06 25 November 2020
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    Knapp fünf Stunden nach der Unfallfahrt in eine Menschengruppe am Berliner Hardenbergplatz ist der Geländewagen abgeschleppt worden. Als ihn ein Kranwagen am Sonntagmittag in die Luft hob, untersuchten Unfallexperten der Polizei zunächst die Unterseite des schwarzen Fahrzeugs, fotografierten und nahmen mit einem Zollstock Maß.

    Zuvor war das Auto bereits an dem Briefkasten untersucht worden, an dem es gegen 7.20 Uhr zum Stehen gekommen war. Polizisten sicherten zudem Spuren auf dem Platz am Bahnhof Zoologischer Garten.

    Die Unfallstelle wurde wieder freigegeben. Auch der Ausgang Hardenbergplatz des S-Bahnhofs Zoologischer Garten konnte wieder genutzt werden. Gegen 13 Uhr erinnerten noch Markierungen am Boden und ein umgeknickter Briefkasten an das Geschehen.

    Ein 24-jähriger Mann war am Morgen auf den Platz gefahren und verletzte dabei sieben Personen, drei davon schwer. Einer der Verletzten musste von der Feuerwehr unter dem Wagen geborgen und reanimiert werden.

    Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Fahrer beim Abbiegen die Kontrolle über das schwere Auto verloren, weil er zu schnell unterwegs gewesen sei, sagte eine Polizeisprecherin. Es gebe keine Hinweise auf einen Anschlagsversuch. Der 24-Jährige sei vor Ort festgenommen worden und werde vernommen.

    Die Polizei ermittelt wegen Verdacht des versuchten Totschlags und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

    ​Die Polizei vor Ort hatte zuvor mitgeteilt, dass der Fahrer festgenommen worden sei. Es gebe derzeit keinerlei Anhaltspunkte für eine politische oder religiöse Motivation. Die Polizei sieht keine Anzeichen für einen Anschlag.

    „Nach bisherigem Ermittlungsstand haben wir keine Hinweise auf eine politische oder religiöse Motivation”, bestätigte ein Polizeisprecher der Agentur Reuters.

    Der Bereich am Bahnhof Zoologischer Garten sei auch am Morgen stark besucht. Nicht weit vom Unfallort entfernt ist der Breitscheidplatz: Dort hatte der Islamist Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelzug in einen Weihnachtsmarkt gelenkt und elf Besucher getötet. Zuvor hatte er den Lkw-Fahrer erschossen.

    ai/dpa/rtr/sna

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    Geländewagen, Berlin, Deutschland